Missbrauchsprozess beginnt mit Befangenheitsantrag
24.09.2024 - 14:36:30 | dpa.de
Vor dem Landgericht MĂŒnchen hat der Missbrauchsprozess gegen einen 81-JĂ€hrigen begonnen. Er soll sich kleine MĂ€dchen regelrecht nach Hause bestellt haben. Auch eine 31-jĂ€hrige Person, die sich selbst als Transfrau bezeichnet, steht mit vor Gericht. Sie soll dem 81-JĂ€hrigen geholfen, ihn aber auch erpresst haben. Die beiden Angeklagten Ă€uĂerten sich nicht zu den VorwĂŒrfen. Allerdings stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht - unter anderem, weil mehrere Personen dort an einem Buch ĂŒber Sexualstrafrecht mitarbeiten sollen.
Die Anklage, deren Verlesung rund eine Stunde dauerte, ist eine Ansammlung schwerster VorwĂŒrfe. Neben dem sexuellen Missbrauch tauchen auch Menschenhandel, Zwangsprostitution oder den Besitz von Kinderpornografie auf. Der heute 81-JĂ€hrige soll ĂŒber einen Zeitraum von zwölf Jahren im Internet nach Frauen gesucht haben, die zulassen, dass er sich an ihren Kindern vergeht. In mindestens zwei FĂ€llen soll die Mutter der Kinder diese selbst zu ihm gebracht haben. Mehrere Tausend Euro soll er fĂŒr den Missbrauch gezahlt haben.Â
Das Gericht geht von einem langen Verfahren aus und hat mehr als 30 Verhandlungstage fĂŒr den Prozess angesetzt. Mit dem Befangenheitsantrag bereits am ersten Tag, ĂŒber den nun eine andere Kammer entscheiden muss, zeigt sich, dass diese EinschĂ€tzung zutreffen könnte. Auch ein fĂŒr Donnerstag angesetzter Termin wurde deswegen bereits gestrichen.
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