Baden-Württemberg, Deutschland

Drei Festnahmen nach Angriff auf Trauergemeinde

14.06.2023 - 10:37:04 | dpa.de

Eine Trauergemeinde wird mit einem Sprengkörper attackiert. Es gibt Verletzte. Der Fall beschäftigt nicht nur die Menschen in Baden-Württemberg.

Die Polizei am Tatort auf einem Friedhof. - Bild: Christoph Schmidt/dpa
Die Polizei am Tatort auf einem Friedhof. - Bild: Christoph Schmidt/dpa

Nach dem Wurf eines Sprengkörpers auf eine Trauergemeinde in Altbach in Baden-Württemberg sind drei junge Männer festgenommen worden. Das teilte das Landeskriminalamt auf Nachfrage am Mittwoch mit. Am Morgen seien mehrere Wohnungen in Ludwigsburg mit großem Kräfteaufgebot in Zusammenhang mit dem Fall in Altbach durchsucht worden, sagte der Sprecher. Dabei seien drei Männer festgenommen - im Alter von 19, 20 und 21 Jahren. Zunächst war von vier Festnahmen die Rede, einen vierten Mann habe man aber nicht mit der Tat in Verbindung bringen können, sagte der LKA-Sprecher. Es werde geprüft, wer von den Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt werden soll. Zuvor hatten die «Stuttgarter Zeitung» und die «Stuttgarter Nachrichten» über die Razzia berichtet.

Die Ermittler gehen ferner davon aus, dass es sich bei dem Sprengkörper um eine Handgranate handelte, sagte der Sprecher.

Die festgenommenen Männer sollen den Angreifer, der am Freitag einen explosiven Gegenstand auf die Trauergemeinde geworfen hat, verfolgt und so schwer verprügelt haben, dass er ins Krankenhaus musste. Der mutmaßliche Werfer, ein 23 Jahre alter Mann, sitzt bereits in Haft. Unklar bleibt das Motiv für die Tat.

Bei der Explosion auf dem Friedhof von Altbach waren zehn Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Auch der 23-Jährige wurde schwer verletzt. Bis zu 500 Menschen hatten sich nach Angaben der Ermittler am Freitagmittag zur Beerdigung eines 20 Jahre alten Mannes versammelt. Der Verdächtige soll sich der Trauergemeinde genähert und den Sprengkörper in die Menge geworfen haben. Zusammenhänge mit einer Serie von Schüssen in Baden-Württemberg werden nicht ausgeschlossen.

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