Hessen, Deutschland

HÀuserschÀden nach Bombensprengung in Hanau

Veröffentlicht am: 11.12.2025 um 17:29 Uhr | dpa.de

Es sollte ein Routineeinsatz werden: Nun sind bei der kontrollierten Sprengung einer Weltkriegsbombe in Hanau mehrere HÀuser beschÀdigt worden.

  • Rund 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen fĂŒr die Sprengung verlassen. - Bild: Michael Bauer/dpa
    Rund 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen fĂŒr die Sprengung verlassen. - Bild: Michael Bauer/dpa
  • Die Bombe entpuppte sich als Störbombe. - Bild: Michael Bauer/dpa
    Die Bombe entpuppte sich als Störbombe. - Bild: Michael Bauer/dpa
Rund 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen fĂŒr die Sprengung verlassen. - Bild: Michael Bauer/dpa Die Bombe entpuppte sich als Störbombe. - Bild: Michael Bauer/dpa

Bei der kontrollierten Sprengung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind im hessischen Hanau mehrere HÀuser beschÀdigt worden. Nach Angaben der Stadt sind rund 60 Anwohner betroffen. Eine erste EinschÀtzung der SchÀden laufe derzeit.

Niemand sei verletzt worden, allerdings gebe es SachschĂ€den, teilte die Stadt mit. «Das Wichtigste ist: Allen Menschen geht es gut», sagten OberbĂŒrgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley (CDU).

Feuerwehr und THW prĂŒfen SchĂ€den und Auswirkungen

Die Druckwelle der Sprengung war laut Stadt so stark, dass einige HĂ€user jetzt SchĂ€den aufweisen. Auch eine vorab aufgebaute Wand aus 15 Übersee-Containern zum Schutz der umliegenden HĂ€user, konnte die SchĂ€den nicht verhindern. Zwei Statiker des Technischen Hilfswerks seien seit dem frĂŒhen Nachmittag im Einsatz und ĂŒberprĂŒften die strukturellen Auswirkungen der Sprengung. Bestimmte Bereiche blieben aus GrĂŒnden des Einbruchsschutzes weiterhin gesperrt.

Anderer Bombentyp als erwartet

Die Art der Bombe ist nach Angaben des RegierungsprĂ€sidiums von den beteiligten Experten falsch eingeschĂ€tzt worden. «Wir sind von einer Brandbombe ausgegangen, es war letztendlich eine Sprengbombe», sagte der Sprecher des RegierungsprĂ€sidiums Darmstadt, Matthias Schaider. Die Bombe sei statt mit Phosphor mit Sprengstoff gefĂŒllt gewesen. 

Man gehe jedoch davon aus, dass die Auswirkungen der Sprengung in jedem Fall gleich gewesen wĂ€ren. «Entsprechend waren die Vorsichtsmaßnahmen genau die Richtigen.» TransportfĂ€hig sei die Bombe nicht gewesen, da der ZĂŒnder stark beschĂ€digt gewesen sei.

Tausende Menschen von RĂ€umung betroffen

FĂŒr die Sprengung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Hanauer Stadtteil Großauheim hatten etwa 4.500 Menschen in einem Radius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle vor der Sprengung ihre Wohnungen verlassen mĂŒssen.

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