Sechs Tote in Stade - Opfer werden identifiziert
30.06.2026 - 07:04:02 | dpa.deNach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade steht die IdentitÀt der Opfer noch nicht fest. Die Identifizierung dauere an, sagte eine Polizeisprecherin. Unter den Opfern seien vier Frauen und zwei MÀnner. Ein 45 Jahre alter Mann soll am Montag in der Stadt westlich von Hamburg auf die Menschen geschossen haben.
Keine weiteren Verletzten
Weitere Verletzte gebe es aber - anders als bisher berichtet - nicht: Die EinsatzkrÀfte fanden demnach vier Tote in der Einrichtung, einer Mutter-Kind-Wohngruppe, eine weitere Person sei reanimiert worden - allerdings vergeblich. Das sechste Opfer starb im Krankenhaus. Mit den Verletzten seien diese beiden Personen gemeint gewesen, erklÀrte die Sprecherin.
Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Polizei vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Der TatverdĂ€chtige hatte demnach in der Einrichtung einen Termin bezĂŒglich des Sorgerechts fĂŒr seine drei Monate alte Tochter - zusammen mit vielen seiner Opfer. Laut Polizei waren die getöteten Frauen und MĂ€nner alle in der Jugendhilfeeinrichtung beschĂ€ftigt. Die Mutter des Kindes, eine 34 Jahre alte Frau, sowie das drei Monate alte Kind zĂ€hlen nicht zu den Todesopfern.
Wie geht es mit dem HauptverdÀchtigen weiter?
Unklar war zunĂ€chst, wie es mit dem HauptverdĂ€chtigen weitergeht, den die Polizei kurz nach der Tat festnahm. Der mutmaĂliche TĂ€ter wurde nach Angaben der Behörden in Deutschland geboren, er hat tĂŒrkische Wurzeln. Er stammt demnach aus dem Raum Hannover, der Mann war polizeilich bekannt, galt aber nicht als gewalttĂ€tig. AuĂerdem nahm die Polizei eine 65-jĂ€hrige Frau fest, sie war die Fahrerin des Fluchtfahrzeugs.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) nannte die Tat am Abend einen singulĂ€ren Fall, der nichts mit frĂŒheren FĂ€llen zu tun habe. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz drĂŒckte sein MitgefĂŒhl aus: «Die Nachricht aus Stade erschĂŒttert bis ins Mark», schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X.
