Allianz wirbt fĂŒr KapitalsĂ€ule in Krankenversicherung
01.07.2026 - 07:00:32 | dts-nachrichtenagentur.deNicht nur die Renten-, sondern auch die gesetzliche Krankenversicherung brauche eine kapitalgedeckte SĂ€ule. Finanzieren lieĂe sie sich durch "drastische Einsparungen, bessere Steuerung und weniger Missbrauch im Gesundheitswesen", so BĂ€te. Deutschland mĂŒsse unter anderem die Zahl der Krankenhausbetten reduzieren. Auch bei Operationen und Medikamenten sieht er erhebliche Fehlanreize.
Zugleich fordert der Allianz-Chef mehr Eigenverantwortung der BĂŒrger: "Ich finde es grundsĂ€tzlich falsch, dass die Gesellschaft dafĂŒr zahlt, dass einzelne Menschen keine Verantwortung fĂŒr sich ĂŒbernehmen." Es mĂŒsse einen Unterschied machen, "ob jemand regelmĂ€Ăig zur Vorsorge geht oder nicht".
BĂ€te spricht sich zudem fĂŒr eine Lockerung des KĂŒndigungsschutzes aus. Wer mehr verdiene als der Kanzler, also im hohen sechsstelligen Bereich, brauche keinen klassischen KĂŒndigungsschutz. Auch die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung hĂ€lt er bei Spitzenverdienern fĂŒr ĂŒberflĂŒssig. GrundsĂ€tzlich gebe es in Deutschland viele Schutzmechanismen fĂŒr Menschen, denen es ohnehin gut gehe. Das Land kĂŒmmere sich aber zu wenig um diejenigen, die wirklich Schutz brĂ€uchten. "Das ist wie eine Zeitbombe fĂŒr die Demokratie", sagte BĂ€te.
BÀte lobt den Reformkurs der Bundesregierung, mahnt aber weitere Reformen in den Sozialsystemen an. In den vergangenen Jahren habe sich Deutschland vieles leisten können, weil die Wirtschaft produktiver und Steuereinnahmen höher gewesen seien. Aber, so BÀte: "Die Party ist zu Ende."
