Studie: BMW und Mercedes hÀngen chinesische Konkurrenten ab
17.10.2023 - 16:51:38Die Autobauer BMW und Mercedes-Benz behaupten sich nach EinschĂ€tzung des Branchenexperten Stephan Bratzel gut gegenĂŒber ihrer chinesischen Konkurrenz. Beide haben den Absatz von E-Autos von Januar bis September im Vorjahresvergleich fast verdoppelt.
BMW verkaufte 247.000 E-Autos, Mercedes-Benz 175.000. «Damit lassen sie chinesische Wettbewerber, die ebenfalls das Premium-Segment avisieren, hinter sich», teilte der Leiter des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach mit.
Angesichts des Preiskampfs in China hĂ€tten Newcomer wie Nio oder Xpeng allmĂ€hlich Schwierigkeiten bei den VerkĂ€ufen. Der fĂŒr sein Batteriewechsel-Konzept bekannte Hersteller Nio steigerte seine VerkĂ€ufe demnach nur um ein Drittel auf 110.000, die VerkĂ€ufe von Xpeng schrumpften um 18 Prozent auf 81.000 Fahrzeuge.
Tesla bleibt Spitzenreiter
Tesla sei mit 46 Prozent Zuwachs auf 1,324 Millionen ausgelieferte Batterieautos (BEV) weiterhin weltweit Spitzenreiter - stehe jedoch zunehmend unter Druck, weil der chinensische Autobauer BYD seine BEV-VerkÀufe um 80 Prozent auf 1,048 Millionen steigerte. BYD profitiert laut Bratzel von der hohen Nachfrage auf seinem Heimatmarkt: Dort stiegen die BEV-VerkÀufe bis September um ein Viertel auf 4,2 Millionen. Die E-Autos haben in China bereits einen Marktanteil von 23 Prozent.
Der Volkswagen-Konzern steigerte seine BEV-VerkĂ€ufe um 45 Prozent auf 530.000. Damit habe VW den Abstand zu Tesla und BYD aber nicht verkĂŒrzen können und liege «abgeschlagen hinter den MarktfĂŒhrern der ElektromobilitĂ€t» auf Platz 3. Der VW-Konzern habe bisherige BEV-Bestellungen abarbeiten können, heiĂt es in der CAM-Studie.
Die Autobauer mĂŒssten fĂŒr den Markthochlauf zunehmend auch gĂŒnstige BEVs anbieten. Damit steige der Druck, da die Gewinnmargen «bei vielen etablierten Volumenherstellern gering oder negativ sind», sagte Bratzel.
Die BEV-VerkĂ€ufe des chinesische SAIC-Konzerns dĂŒrften um 4 Prozent auf rund 500.000 gesunken sein, GAC und Geely dĂŒrften stark zugelegt haben auf jeweils gut 350 000 E-Autos. Der sĂŒdkoreanische Hyundai-Konzern hat nach Berechnungen des CAM in den ersten neun Monaten 370.000 BEVs verkauft, der französisch-italienische Stellantis-Konzern etwa 280.000.


