BetriebsrÀte, Gericht

BetriebsrÀte: Gericht verpflichtet zur Anerkennung von Amtsqualifikationen

Veröffentlicht am: 25.06.2026 um 21:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BAG-Urteil stÀrkt BetriebsrÀte bei Beförderungen. Digitale Kommunikation und psychische Belastung prÀgen den Arbeitsalltag 2026.

Betriebsrat: Neue Gesetze und digitale Kommunikation verÀndern die Arbeit
Eine Gruppe von BetriebsrÀten nimmt an einem Kommunikationstraining teil, mit einer Person, die aktiv spricht. Illustration mit AI erstellt.

Wer heute sein Amt erfolgreich ausĂŒben will, braucht mehr als juristisches Wissen.

Gericht stÀrkt Position der MandatstrÀger

Das Bundesarbeitsgericht hat im November 2025 ein wegweisendes Urteil gefĂ€llt. Arbeitgeber mĂŒssen kĂŒnftig die wĂ€hrend der Amtszeit erworbenen Qualifikationen bei Beförderungen berĂŒcksichtigen. Dazu zĂ€hlen ausdrĂŒcklich Kommunikations- und VerhandlungsfĂ€higkeiten.

Die Entscheidung, die Fachleute im Juni 2026 kommentierten, gibt Schulungen neuen Schwung. Anbieter wie die WAF bieten spezielle Rhetorik-Kurse an – fĂŒr rund 1.801 Euro. Die Teilnehmer lernen, Lampenfieber zu besiegen und frei zu sprechen. Rechtsgrundlage ist Paragraf 37 Absatz 6 des Betriebsverfassungsgesetzes.

Emojis als neue Körpersprache

Die digitale Kommunikation wird immer komplexer. Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt: 60 Prozent der BeschĂ€ftigten nutzen Emojis im Job. 61 Prozent empfinden Nachrichten ohne diese Symbole als kĂŒhl.

Experten raten BetriebsrĂ€ten zu einem bewussten Umgang mit der „digitalen Körpersprache“. Gerade in Konfliktsituationen können MissverstĂ€ndnisse schnell eskalieren.

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Um die neuen Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt zu meistern, mĂŒssen BetriebsrĂ€te ihre gesetzlichen SpielrĂ€ume genau kennen. Dieser kostenlose Ratgeber erklĂ€rt praxisnah, wie Sie das HerzstĂŒck der Mitbestimmung fĂŒr eine starke Verhandlungsposition nutzen. Das HerzstĂŒck der Betriebsratsarbeit: So nutzen Sie § 87 BetrVG wirklich aus

Gleichzeitig steigt der psychische Druck. Eine neue EU-weite Belastungsmatrix macht die Auswirkungen der Digitalisierung deutlich. 2024 waren psychische Störungen fĂŒr 16,7 Prozent aller Krankheitstage verantwortlich – und fĂŒr 42 Prozent der Erwerbsminderungsrenten.

40 Prozent der FachkrĂ€fte denken wegen KI-Sorgen ĂŒber einen Jobwechsel nach. FĂŒr BetriebsrĂ€te wird die kommunikative Begleitung von IT-Projekten zur Kernaufgabe.

Netzwerken und Lernen in der zweiten JahreshÀlfte

Die IGBCE lĂ€dt heute im Bezirk Hamburg-Harburg zur BegrĂŒĂŸungsveranstaltung ein. Themen: Netzwerken, Wirtschaft, Arbeitsrecht und Konfliktmanagement.

FĂŒr die kommenden Monate ist ein breites Schulungsprogramm geplant:

  • EinfĂŒhrungsseminare: Das Bildungswerk Rhein/Main startet im Juli in Frankfurt, im August in Hamburg. Arbeit und Leben NRW bietet Kurse Ende Juni in Witten und im Juli in Billerbeck.
  • Spezialtrainings: Ende August findet in Erfurt ein mehrtĂ€giges Seminar fĂŒr Ersatzmitglieder statt. Kosten: 1.450 Euro plus Mehrwertsteuer.
  • Innovative AnsĂ€tze: Die Hochschule Harz integriert ab Juni pferdegestĂŒtzte Trainings in ihre Leadership-Programme. Vertrauen und SelbstfĂŒhrung stehen im Fokus.
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Auch die öffentliche Hand handelt. Die SĂ€chsische Energieagentur startet im September eine kostenfreie Schulungsreihe fĂŒr Kommunen. Schwerpunkt: Konfliktmanagement und BĂŒrgerkommunikation bei Energieprojekten.

Die Botschaft ist klar: Moderation und Mediation werden auf allen Ebenen zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

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