Trump will Deals und Zölle ankĂŒndigen
07.07.2025 - 10:24:2912 bis 15 LÀnder sollen nach Worten des PrÀsidenten Donald Trump bis Mittwoch entsprechende Briefe erhalten. Im Fall neuer Zölle sollen diese dann am 1. August in Kraft treten, ergÀnzte Handelsminister Howard Lutnick in einem gemeinsamen Statement, das unter anderem der US-Sender Fox News verbreitete.
Trump hatte Strafzölle gegen die EU fĂŒr eine dreimonatige Verhandlungsfrist ausgesetzt. Diese endet am Mittwoch. Ob auch EU-LĂ€nder nun Briefe erhalten, ist offen. Der Versand beginnt laut Trump um 12.00 Uhr (Ortszeit). "Ich denke, dass wir bis zum 9. Juli die meisten LĂ€nder abgearbeitet haben werden." Es seien auch einige Deals abgeschlossen worden, sagte Trump zum Inhalt seiner Schreiben.
Kommen jetzt schnell viele Deals?
Im April hatte Trump einen Basiszoll in Höhe von zehn Prozent auf fast alle Importe aus der EU eingefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich gelten Sonderzölle auf bestimmte Produkte, etwa auf Stahl- und Aluminium- sowie Autoimporte. Mit seiner Zollpolitik will Trump, dass mehr in den USA produziert wird.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte im Sender CNN, er erwarte infolge der Briefe schnell viele Deals. Er sprach zudem von ungefĂ€hr 100 Briefen an kleine LĂ€nder, mit denen die USA keinen groĂen Handel treiben. "Die LĂ€nder bekommen einen Brief, der besagt: Wenn wir keine Vereinbarung erreicht haben, fallt ihr auf das Niveau vom 2. April zurĂŒck." An dem Tag hatte Trump sein weitreichendes Zollpaket angekĂŒndigt.
Trump drohte Brics-Staaten mit Zöllen von 100 Prozent
Im Konflikt mit der Staatengruppe Brics droht Trump mit weiteren Zöllen. "Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der BRICS anschlieĂt, wird mit einem ZUSĂTZLICHEN Zollsatz von 10 % belastet", verkĂŒndete er auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Die Brics-Staaten, zu denen auch Russland gehört, hatten am Sonntag in Rio de Janeiro die Zunahme einseitiger Zölle in der Handelspolitik kritisiert.
Die AbkĂŒrzung Brics steht fĂŒr die Anfangsbuchstaben der ersten fĂŒnf Mitglieder der Staatengruppe: Brasilien, Russland, Indien, China und SĂŒdafrika. Anfang 2024 kamen der Iran, Ăgypten, Ăthiopien und die Vereinigte Arabische Emirate dazu. Trump hatte den LĂ€ndern des BĂŒndnisses zu Jahresbeginn bereits mit Zöllen in Höhe von 100 Prozent gedroht, sollten sie sich vom US-Dollar als internationales Zahlungsmittel abwenden.
China kritisierte Trumps Vorgehen, Zölle als Druckmittel einzusetzen, und betonte, der Staatenbund sei auf Zusammenarbeit und nicht auf Konfrontation ausgerichtet. Eine willkĂŒrliche Auferlegung von Zöllen diene weder Interessen der einen noch der anderen Seite, sagte AuĂenamtssprecherin Mao Ning in Peking.

