Bildschirmzeit: Jede Stunde erhöht Rückenschmerz-Risiko um 26%
03.07.2026 - 02:36:02 | boerse-global.de
Experten warnen vor steigenden Belastungen in allen Altersgruppen – und geben konkrete Tipps zur Prävention.
Ergonomie und Bildschirmzeit: Alarmierende Zahlen bei Kindern
Jedes vierte Schulkind leidet wöchentlich unter Rückenschmerzen. Das zeigen aktuelle Daten der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. vom 1. Juli 2026.
Hauptrisikofaktor: die zunehmende Nutzung digitaler Medien. Jede zusätzliche Stunde Bildschirmzeit erhöht das Risiko für Beschwerden um 26 Prozent. Der Verband empfiehlt ergonomische Möbel und speziell angepasste Schulranzen, um die physische Belastung im Alltag zu minimieren.
Trainings-Trend: Schluss mit klassischen Sit-ups
Fitnessexperten wie Antonia Hartmann und Lily Sabri raten Anfang Juli von klassischen Sit-ups ab. Für eine stabile Körpermitte seien funktionelle Core-Übungen deutlich effektiver.
Empfohlen werden Russian Twists, Planks mit Seitheben, Leg Raises und die Boat-to-Canoe-Übung. Zusatzgewichte können den Muskelaufbau beschleunigen und die Stützfunktion für die Wirbelsäule verbessern.
Vorsicht gilt beim Training in der Schwangerschaft. Pilates stärkt zwar Rücken und Bauch, ersetzt aber kein spezifisches Beckenbodentraining. Übungen in Bauchlage und intensive Dehnungen sind tabu. Bei Risikoschwangerschaften ist ärztliche Rücksprache zwingend nötig.
Ältere Menschen: Jeder Dritte betroffen
Jede zusätzliche Stunde Bildschirmzeit erhöht das Rückenschmerz-Risiko um 26 %. Mit der richtigen Ergonomie und gezielten Übungen können Sie vorbeugen. Dieser Report zeigt Ihnen, wie. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Rund ein Drittel der über 65-Jährigen leidet mehrmals monatlich unter Rückenschmerzen. Hauptursachen sind natürlicher Muskelabbau, Verlust an Bandscheibensubstanz sowie Arthrose und Osteoporose.
Johannes Scherr von der Uniklinik Balgrist rät: Vor dem Start eines Trainingsprogramms steht die ärztliche Abklärung. Regelmäßige Spaziergänge, Schwimmen, gesunde Ernährung und Nikotinverzicht sind die wichtigsten Säulen der Schmerzprävention im Alter.
Interkostalneuralgie: Schmerzen, die an Herzinfarkt erinnern
Ein spezielles Krankheitsbild sorgt immer wieder für Verwirrung. Die Interkostalneuralgie verursacht gürtelförmige Schmerzen im Brustkorb – und wird häufig mit Herzinfarkten verwechselt.
Die Behandlung umfasst Antirheumatika, Vitamin B, Physiotherapie und gezielte Muskelentspannung.
Prävention zum Mitmachen: Kurse und Workshops
In den kommenden Tagen bieten verschiedene Städte Veranstaltungen zur Rückengesundheit an:
Schon jedes vierte Schulkind leidet wöchentlich unter Rückenschmerzen – Hauptursache: zu viel Bildschirmzeit. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Kinder mit einfachen Maßnahmen schützen. Präventions-Tipps für die ganze Familie sichern
- Hamburg (5. Juli): Workshop zu Yin Yoga und Sound Healing
- Bernau (6. Juli): Sanfte Gymnastik unter professioneller Leitung
- Bad Kissingen (7. Juli): Vortrag zu Physiotherapie im Pflegealltag
- Wiesbaden (13./14. Juli): Kurse für Qi-Gong und progressive Muskelentspannung
Die Angebote kombinieren physische Kräftigung mit neurologischen Entspannungsmethoden – ein Trend, der sich immer weiter durchsetzt.
