Deutschland, Baden-Württemberg

Noch-Porsche-Chef sieht Sportwagenbauer robust aufgestellt

26.10.2025 - 10:53:18

Blume spricht von einer schweren Krise bei Porsche, sieht den Sportwagenbauer aber gut für die Zukunft gerüstet. Warum er einen positiven Trend erwartet.

Der scheidende Porsche-Chef Oliver Blume sieht den Sportwagenbauer nach der Neuausrichtung für die Zukunft gut aufgestellt. In der «Bild am Sonntag» verwies er darauf, 2025 eine umfassende Neuausrichtung bei Strukturen, Kosten und Produktstrategie umgesetzt zu haben.

Es gebe erhebliche Investitionen in komplett flexible Antriebe: Verbrenner, Hybrid und Elektro. Damit habe er eine «sehr robuste Aufstellung für die Zukunft» geschaffen, sagte Blume und räumte ein, dass sich Porsche in einer «massiven Krise» befinde. Zugleich zeigte er sich optimistisch: «Ab nächstem Jahr gibt es einen deutlich positiven Trend.»

Blume, der seit September 2022 auch Volkswagen führt, steht noch bis Ende des Jahres an der Spitze des Sportwagenbauers. Danach wechselt er komplett nach Wolfsburg. Anfang 2026 übernimmt der frühere McLaren-Manager Michael Leiters den Porsche-Chefposten.

Im dritten Quartal Betriebsverlust

Porsche hatte am Freitag einen Gewinneinbruch vermeldet und dies mit der Neuausrichtung begründet. Die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung haben den Gewinn des Sport- und Geländewagenbauers Porsche in den ersten drei Quartalen fast vollständig aufgezehrt.

Von Juli bis September meldete der mehrheitlich zum Volkswagen-Konzern gehörende Sportwagenbauer sogar einen Betriebsverlust von 966 Millionen Euro. Hauptbelastungsfaktor ist der Strategieschwenk des Managements. Das erwartet, dass der Tiefpunkt in diesem Jahr durchschritten sein werde und Porsche sich ab 2026 spürbar verbessere.

Mit Blick auf die Chip-Lieferprobleme mit Auswirkungen auch für den Volkswagen-Konzern sagte Blume: «Die aktuelle Chip-Krise zeigt, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Anders als in der letzten Halbleiterkrise geht es um sehr einfache Chips, die branchenübergreifend und vor allem in Autos eingesetzt werden. Wir sind im Volkswagen-Konzern kurzfristig versorgt. Wir brauchen eine zügige politische Lösung.»

@ dpa.de

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