AktivitÀt in Chinas herstellendem Gewerbe nach Monaten gestiegen
31.03.2024 - 14:38:33Im MĂ€rz stieg der Einkaufsmanagerindex (PMI) auf 50,8 Punkte und damit um 1,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistikamt in Peking am Sonntag mitteilte. Damit scheint sich die Stimmung in den FĂŒhrungsetagen der befragten Unternehmen aufgehellt zu haben, da der PMI-Wert nach sechs Monaten wieder die wichtige Schwelle von 50 Punkten ĂŒberschritt. Ab dieser gehen die Statistiker von einer Ausweitung der GeschĂ€ftsaktivitĂ€t aus.
Im nicht-produzierenden Gewerbe, zu dem auch der Dienstleistungssektor zĂ€hlt, stieg der Index im MĂ€rz um 1,6 Punkte auf 53 Punkte. Der Einkaufsmanagerindex ist ein wichtiger FrĂŒhindikator fĂŒr Analysten und politische Entscheider. Das Statistikamt erklĂ€rte den Anstieg mit der Wiederaufnahme der Arbeit nach dem FrĂŒhlingsfest - jener mehrtĂ€gigen Feiertagswoche im Februar, wĂ€hrend der landesweit viele Fabriken stillstehen.
Im Jahresvergleich lag der PMI fĂŒr die herstellenden Betriebe allerdings noch deutlich unter den 51,9 Punkten vom MĂ€rz 2023. Die anhaltende Immobilienkrise, ein schwacher Konsum auf dem inlĂ€ndischen Markt sowie schlechte AuĂenhandelsbilanzen drĂŒckten lange auf die Leistung der zweitgröĂten Volkswirtschaft der Welt. Jedoch versuchte Peking bereits, mit moderaten MaĂnahmen den Problemen entgegenzuwirken.
Im MĂ€rz hatte die Regierung beim jĂ€hrlichen Volkskongress ein Wachstumsziel von ungefĂ€hr fĂŒnf Prozent ausgegeben, was manche Beobachter in Anbetracht der wirtschaftlichen Verfassung als ambitioniert betrachteten. Um die Kreditvergabe anzukurbeln, hatte Peking im Bankensystem frisches Geld zur VerfĂŒgung gestellt. Zudem will die Regierung Investitionen in Infrastrukturprojekte fördern und Mittel bereitstellen, damit Verbraucher und Firmen alte Produkte mit neuen ersetzen.

