Deutschland, Hessen

Autozulieferer Aumovio mit gutem Start an der Börse

18.09.2025 - 11:42:01 | dpa.de

Contis AutozuliefergeschÀft gilt als Sorgenkind. Als eigenstÀndiges Unternehmen soll es nun deutlich besser laufen. Der Börsenstart ist gelungen.

Der Börsenstart fĂŒr Aumovio verlief glatt. - Bild: Sven Hoppe/dpa
Der Börsenstart fĂŒr Aumovio verlief glatt. - Bild: Sven Hoppe/dpa

Continental ist bei der Neuaufstellung des Konzerns einen guten Schritt vorangekommen: Die Abspaltung der bisherigen Tochter Aumovio ist vollzogen. Der erste Kurs des Autozulieferers an der Börse betrug 35 Euro, bevor zuletzt dann 35,40 Euro fĂŒr Aumovio bezahlt wurden. Conti-Anteilsscheine notierten bei 58,00 Euro.

Aus Sicht der Anleger ging es damit im Vergleich mit dem Vortagesschluss wertmĂ€ĂŸig etwas nach oben: Beide Aktien im VerhĂ€ltnis kombiniert, lag der vergleichbare Kurs zuletzt bei 75,70 Euro und damit ĂŒber dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag, der 72,98 Euro betragen hatte. Je Conti-Papier bekamen die AktionĂ€re eine halbe Aumovio-Aktie automatisch ins Depot gebucht. Anleger hielten daher Anteile von beiden Unternehmen.

Als Auswirkung der Abspaltung hatte der Dax am Donnerstag kurzzeitig 41 statt 40 Mitglieder. Damit soll die Abbildbarkeit des Dax fĂŒr Anleger gewĂ€hrleistet werden. Mit Handelsschluss wird Aumovio dann wieder aus dem Dax genommen.

Im Angebot hat das neue Unternehmen Aumovio mit Sitz in Frankfurt unter anderem Bremsen, Fahrwerke, Fahrzeugelektronik, Infotainment-Lösungen, Sensoren sowie Komponenten fĂŒr das assistierte und automatisierte Fahren. Bislang zĂ€hlt der Bereich rund 92.000 BeschĂ€ftigte - fast die HĂ€lfte der Conti-BeschĂ€ftigten. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 19,4 Milliarden Euro.

Der Börsengang von Aumovio reiht sich ein in den tiefgreifenden Umbau von Continental. Auch von der Kunststofftechniksparte Contitech will sich der Konzern trennen. 2021 hatten die Hannoveraner bereits die Antriebssparte Vitesco abgespalten. Letztlich soll nur das ReifengeschÀft im Unternehmen bleiben.

Conti-Chef Nikolai Setzer spricht von der «bisher tiefgreifendsten Neuaufstellung» in der Unternehmensgeschichte. So sollen «neue KrÀfte» freigesetzt werden. 

Contis AutozuliefergeschĂ€ft schrieb in den vergangenen Jahren immer wieder rote Zahlen. Zuletzt hatte der nach Umsatz ehemals grĂ¶ĂŸte Konzernteil aber etwas mehr verdient. Der Umsatz sackte im zweiten Quartal wegen der stockenden Autoproduktion zwar um fĂŒnf Prozent ab, doch blieb davon mehr als Gewinn hĂ€ngen. Zu verdanken ist das Kostensenkungen und Preiserhöhungen. Der Sparkurs wurde zuletzt noch einmal verschĂ€rft. Mehr als 10.000 Stellen fallen weg, jeweils rund zur HĂ€lfte in der Verwaltung sowie in Forschung und Entwicklung.

de | wirtschaft | 68198325 |

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