Unternehmen sparen an Reinigungen
12.04.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach verzeichnen 49 Prozent der befragten Unternehmen "einen spĂŒrbaren RĂŒckgang" von Kunden beziehungsweise KundenauftrĂ€gen. Ein noch gröĂerer Anteil (65 Prozent) berichtet von einer Leistungsreduktion durch die Kunden. Die Branchen, die im Bereich der gewerblichen Reinigung am meisten sparen, sind die Industrie sowie BĂŒro/Verwaltung mit jeweils 26 Prozent. Es folgen Handel und Einzelhandel mit 21 Prozent.
In den letzten Monaten mussten 29 Prozent der Unternehmen auch aufgrund der schlechten Auftragslage bereits Mitarbeitende betriebsbedingt entlassen. FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr gehen sogar 41 Prozent von einem solchen Schritt aus.
Die hohen Spritpreise schlagen in der Branche voll durch, denn die GebÀudereinigung ist dezentral organisiert und auf MobilitÀt angewiesen. 88 Prozent der Unternehmen gaben an, unter den stark gestiegenen MobilitÀtskosten zu leiden.
Seit 2019 erhebt der Bundesinnungsverband des GebĂ€udereiniger-Handwerks (BIV) zweimal im Jahr die Stimmung in der Branche, und die ist in diesem FrĂŒhjahr ausgesprochen schlecht. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen blicken mit einer positiven Prognose auf das GeschĂ€ftsjahr, das ist ein Minus um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Herbst. Die HĂ€lfte geht von gleichbleibenden GeschĂ€ften aus. 34 Prozent blicken mit negativen Erwartungen auf 2026. In Summe ist das den Angaben zufolge das pessimistischste Stimmungsbild seit Beginn der BIV-Konjunkturerhebungen.
Der Ausblick auf 2027 bleibt kritisch, das gilt auch fĂŒr die Wahrnehmung der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Auf der "Zufriedenheitsskala" von 1 bis 10 erreicht die Bundesregierung lediglich 3,7 Punkte. Ein Grund: Die Innung will schnelle Ănderungen bei den SozialbeitrĂ€gen.
"Die VorschlĂ€ge fĂŒr unser Gesundheitssystem liegen seit MĂ€rz vor, im Juni folgen die Reformideen fĂŒr die Rente. Dann ist die Bundesregierung gefordert, konsequent und zĂŒgig zu handeln", erklĂ€rte Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. "Das HerzstĂŒck liegt in der strukturellen Reform der Sozialversicherungssysteme. Von diesem Gelingen hĂ€ngt die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts entscheidend ab - ĂŒbrigens auch die GlaubwĂŒrdigkeit dieser Bundesregierung."
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