Europa, EU

EU-Kommissar will «Made in Europe» etablieren

02.02.2026 - 12:43:24 | dpa.de

Die EuropÀische Union will strategische Industrien stÀrken. Wer öffentliche Gelder will, muss zur europÀischen Produktion beitragen, so die Forderung. Wie das in der Wirtschaft ankommt.

  • «Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
    «Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
  • «Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
    «Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
«Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa «Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa mehr produziert, und vor allem strategischer», schreibt der Industriekommissar. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

EU-Industriekommissar StĂ©phane SĂ©journĂ© will die Vergabe europĂ€ischer öffentlicher Gelder an Unternehmen an «Made in Europe» knĂŒpfen. «Wann immer europĂ€ische öffentliche Gelder eingesetzt werden, mĂŒssen sie zur europĂ€ischen Produktion und zu hochwertigen ArbeitsplĂ€tzen beitragen», schreibt SĂ©journĂ© in einem Gastbeitrag, der in mehreren europĂ€ischen Medien erschien, in Deutschland im «Handelsblatt». 

Unternehmen, die von einer öffentlichen Ausschreibung, direkten staatlichen Beihilfen oder einer anderen Form der finanziellen UnterstĂŒtzung profitieren wollen, mĂŒssten einen wesentlichen Teil ihrer Produktion «auf europĂ€ischem Boden erbringen». Die gleiche Logik solle auf auslĂ€ndische Direktinvestitionen angewendet werden. «Wir mĂŒssen ein fĂŒr alle Mal eine echte europĂ€ische PrĂ€ferenz in unseren strategisch wichtigsten Branchen etablieren.»

«Made in Europe» vs. «America first»

Séjourné verweist darauf, dass viele WirtschaftsmÀchte ihren eigenen strategischen Sektoren den Vorzug gÀben. US-PrÀsident Donald Trump verfolgt eine «America first»-Politik und hat Waren aus vielen LÀndern mit Zöllen belegt. 

SĂ©journĂ©s Beitrag wurde von mehr als 1.000 europĂ€ischen Wirtschafts- und GewerkschaftsfĂŒhrern mitunterschrieben. Aus Deutschland etwa von Markus Heyn, GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei Bosch, Marie Jaroni, CEO von Thyssenkrupp Steel Europe, und Michael Brecht, Gesamtbetriebsratschef bei Daimler Truck.

Regierungschefs sprechen ĂŒber Handel und Binnenmarkt

Die EuropĂ€ische Union will die WettbewerbsfĂ€higkeit ihrer Mitgliedsstaaten stĂ€rken. Darum soll es auch bei einem Sondergipfel am 12. Februar gehen. Die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs werden unter anderem ĂŒber eine StĂ€rkung des Binnenmarkts und die Position der EU angesichts globaler Handelsungleichgewichte und wirtschaftlicher AbhĂ€ngigkeiten sprechen. 

Europa mĂŒsse seinen Handel stĂ€rken, aber auch «seine Unternehmen durch gezielten Schutz in strategischen Sektoren vor unlauterem Wettbewerb schĂŒtzen», schrieb RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa in der Einladung. Es brauche «Regeln, die in einigen strategischen Bereichen eine Bevorzugung Europas ermöglichen», ebenso wie einen «systematischen Ansatz zur Risikominderung in der Wirtschaft».

de | wirtschaft | 68544114 |

Weitere Meldungen

Marmelade darf ab heute Marmelade heißen. Marmelade darf wieder so genannt werden. Auch beim Kauf von Honig bekommen Supermarktkunden mehr Klarheit - ĂŒber die Herkunft. KonfitĂŒre, Fruchtaufstrich oder Gelee: Der Wortsalat hat ein Ende. (Wirtschaft, 14.06.2026 - 00:01) weiterlesen...

EU-Staaten rĂŒcken von Forderung zu FlugverspĂ€tungen ab. Dazu kommt es nun nicht. Justizministerin Hubig ist zufrieden. Welche Rechte haben FluggĂ€ste kĂŒnftig? Lange stand im Raum, dass es kĂŒnftig erst bei grĂ¶ĂŸeren VerspĂ€tungen eine EntschĂ€digung gibt. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 17:31) weiterlesen...

EU-Staaten wollen CO2-Zoll auf mehr Produkte. Er soll kĂŒnftig fĂŒr mehr Produkte fĂ€llig werden - auch fĂŒr Waschmaschinen. Ein CO2-Zoll soll in der EU Unternehmen vor Importen aus LĂ€ndern mit schwĂ€cheren Klimaschutzregeln schĂŒtzen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 16:10) weiterlesen...

Russland-Sanktionen: Deutschland droht FischstÀbchen-Krise Droht in Deutschland wegen Russland-Sanktionen der EU eine FischstÀbchenkrise? Strengere Einfuhrregeln könnten nicht nur Hersteller, sondern auch Verbraucher direkt im Supermarkt treffen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 16:06) weiterlesen...

Sanktionen der EU drohen FischstÀbchen-Hersteller zu treffen Droht in Deutschland wegen Russland-Sanktionen der EU eine FischstÀbchenkrise? Strengere Einfuhrregeln könnten nicht nur Hersteller, sondern auch Verbraucher direkt im Supermarkt treffen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 11:16) weiterlesen...

Neue EU-Asylregeln: Start mit Unsicherheiten und Kritik In der EU funktioniert das Asylsystem jetzt nach neuen Regeln. (Ausland, 12.06.2026 - 11:03) weiterlesen...