ROUNDUP, Trump

Trump und Musk streiten weiter - neue Partei wieder Thema

01.07.2025 - 09:10:10

Die Fehde zwischen US-PrÀsident Donald Trump und seinem ehemaligen Berater und Tech-MilliardÀr Elon Musk nimmt einen neuen Anlauf.

Beide wetterten in sozialen Medien am Montag und in der Nacht (Ortszeit) wieder heftig gegeneinander. Thema war wie ĂŒblich das von Trump vorangetriebene Steuer- und Ausgabengesetz - aber zum wiederholten Mal auch eine mögliche neue politische Partei in den USA.

"Elon bekommt vielleicht mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte, und zwar mit Abstand, und ohne Subventionen mĂŒsste Elon wahrscheinlich seinen Laden schließen und zurĂŒck nach Hause nach SĂŒdafrika gehen", schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. "Keine Raketenstarts, Satelliten oder Elektroauto-Produktion mehr, und unser Land wĂŒrde ein VERMÖGEN sparen."

Musk spricht Warnung gegen Abgeordnete aus

Zuvor hatte der Tech-MilliardĂ€r Musk in einer Reihe an BeitrĂ€gen in sozialen Medien unter anderem gegen das Steuer- und Ausgabengesetz gewettert - und den Abgeordneten gedroht. "Jedes Mitglied des Kongresses, das mit der Reduzierung der Regierungsausgaben geworben und dann sofort fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Schuldenerhöhung in der Geschichte gestimmt hat, sollte sich schĂ€men!", schrieb er auf der Plattform X. "Und sie werden ihre Vorwahl im nĂ€chsten Jahr verlieren, wenn es das letzte ist, was ich auf dieser Erde tue."

Der Streit zwischen Trump und Musk, der in einer offenen Schlammschlacht mĂŒndete, hatte sich an eben jenem Gesetz entzĂŒndet. Der US-PrĂ€sident möchte damit zentrale Wahlversprechen umsetzen - Musk dagegen fordert deutlich stĂ€rkere AusgabenkĂŒrzungen.

Aktuell wird im Senat ĂŒber das Gesetz verhandelt. Sollte es die Kongress-Kammer passieren, braucht es noch die Zustimmung im ReprĂ€sentantenhaus. Trump wirbt seit Wochen fĂŒr eine Verabschiedung des Gesetzes - und ĂŒbt dabei auch Druck auf Kritiker innerhalb der republikanischen Partei aus. Haushaltspolitisch konservative Abweichler kritisierten wie Musk zuletzt unter anderem, dass das Vorhaben nicht weit genug gehe bei KĂŒrzungen der Staatsausgaben.

Musk spricht von "Schweinchen-Dick-Partei"

In einem weiteren Post kritisierte Musk, die "irrsinnigen Ausgaben dieses Gesetzentwurfs" machten deutlich, "dass wir in einem Ein-Parteien-Land leben" - das der "Schweinchen-Dick-Partei". Es sei Zeit fĂŒr eine neue politische Partei, die sich tatsĂ€chlich um die Menschen sorgen wĂŒrde, schrieb er. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, schrieb er in einem anderen Post, "wird am nĂ€chsten Tag die "America Party" gegrĂŒndet." Musk hatte vor einigen Wochen bereits vorgeschlagen, eine neue Partei der Mitte zu grĂŒnden.

Trump nahm in seinem Post auch Bezug auf das sogenannte EV-Mandat - eine staatliche Vorgabe im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien, wonach ab 2035 nur noch batteriebetriebene oder Hybrid-Autos verkauft werden sollten. Das war Trump schon lange ein Dorn im Auge. Er unterzeichnete Mitte Juni BeschlĂŒsse, die die republikanischen Mehrheiten in beiden Kongress-Kammern in den Wochen davor verabschiedet hatten, und stoppte dieses Programm damit.

Musk habe schon lange vor seiner UnterstĂŒtzung fĂŒr Trump als PrĂ€sidentschaftskandidat gewusst, dass er gegen dieses Programm sei, so Trump nun. "Es ist lĂ€cherlich und war immer ein wichtiger Teil meiner Kampagne. Elektroautos sind gut, aber nicht jeder sollte gezwungen sein, eines zu besitzen."

@ dpa.de

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