Deutschland, Nordrhein-Westfalen

GlĂ€ubiger geben grĂŒnes Licht fĂŒr Sanierung von P&C

24.08.2023 - 15:30:05

Die GlĂ€ubiger des ModehĂ€ndlers haben den beim zustĂ€ndigen Amtsgericht in DĂŒsseldorf vorgelegten Insolvenzplan angenommen, so das Unternehmen. Was bedeutet das?

Die GlĂ€ubiger des ModehĂ€ndlers Peek & Cloppenburg KG DĂŒsseldorf (P&C) haben grĂŒnes Licht fĂŒr die Sanierung des angeschlagenen Unternehmens gegeben. Der am Donnerstag beim zustĂ€ndigen Amtsgericht in DĂŒsseldorf vorgelegte Insolvenzplan sei angenommen worden, berichtete das Unternehmen. Damit sei eine Aufhebung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung bis zum Herbst möglich.

Der von den GlĂ€ubigern gebilligte Insolvenzplan sieht nach Unternehmensangaben eine weitgehende BeschĂ€ftigungssicherung und Standortgarantie fĂŒr die Peek & Cloppenburg Gruppe DĂŒsseldorf in Deutschland sowie umfangreiche Investitionszusagen durch die Hauptgesellschafterin der Unternehmen vor. FĂŒr die GlĂ€ubiger dĂŒrfte der Schritt allerdings auch den Verzicht auf einen Großteil ihrer Forderungen bedeuten.

Das GlĂ€ubigervotum sei ein entscheidender Schritt, um P&C DĂŒsseldorf an die verĂ€nderten Marktbedingungen anzupassen und fĂŒr die Zukunft neu aufzustellen, sagte RestrukturierungsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dirk Andres.

Das Traditionsunternehmen hatte im MĂ€rz angesichts tiefroter Zahlen Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Bei der auf Sanierung ausgerichteten Insolvenzvariante ĂŒbernimmt ein gerichtlich bestellter Sachwalter die Aufsicht ĂŒber die Rettung. Die UnternehmensfĂŒhrung behĂ€lt die Kontrolle, wird aber von einem externen Sanierungsexperten beraten. Nicht vom Schutzschirmverfahren betroffen ist das von P&C DĂŒsseldorf unabhĂ€ngige Unternehmen Peek & Cloppenburg Hamburg.

Bereits im Mai hatte P&C angekĂŒndigt, im Rahmen seiner SanierungsbemĂŒhungen rund 350 der ĂŒber 1500 ArbeitsplĂ€tze in der DĂŒsseldorfer Zentrale abbauen zu wollen. «Um unser Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen, sind die Neuaufstellung der Organisation und eine deutliche Reduzierung der Kosten erforderlich», begrĂŒndete GeschĂ€ftsfĂŒhrer Steffen SchĂŒller den Schritt. Die rund 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 67 VerkaufshĂ€usern in Deutschland seien von dem Stellenabbau nicht betroffen, hieß es.

@ dpa.de

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