Studie, Mieten

Studie: Mieten legen deutlich zu

03.02.2025 - 14:44:01

Die Mietpreise fĂŒr Wohnimmobilien sind vielerorts in Deutschland erneut stark gestiegen. Diese StĂ€dte verzeichnen besonders starke ZuwĂ€chse.

Zur Miete wohnen in Deutschland wird einer Analyse zufolge immer teurer. Im vierten Quartal 2024 erhöhten sich die Mieten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 4,7 Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. 

Die höchsten Steigerungen gab es demnach in Berlin (+8,5), Essen (+8,2) und Frankfurt (+8). Überdurchschnittlich hohe ZuwĂ€chse bei den Mietpreisen wurden auch in Leipzig und DĂŒsseldorf verzeichnet. In den sieben grĂ¶ĂŸten StĂ€dten zeigte die Mietentwicklung laut IW zwar eine leichte AbschwĂ€chung, das Wachstum in anderen GroßstĂ€dten und deren Umland ist aber weiterhin dynamisch. Bereits in den Vorjahren waren die Mieten stetig gestiegen.

«Der Mietmarkt bleibt stark nachgefragt, wĂ€hrend sich das Angebot aufgrund sinkender Baufertigstellungen zunehmend verknappt», schreiben die Studienautoren. Auch fĂŒr das Jahr 2025 sei davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetze. Laut IW wurden 2024 lediglich 260.000 neue Wohnungen fertiggestellt. 2025 dĂŒrfte die Zahl demnach sogar auf 230.000 Einheiten sinken. Damit blieben die Fertigstellungen deutlich hinter dem eigentlichen Bedarf zurĂŒck.

KĂ€ufer «zurĂŒckhaltend und preissensitiv»

Vergleichsweise stabil blieben im vierten Quartal 2024 der Studie zufolge die Kaufpreise. FĂŒr Eigentumswohnungen lagen sie 0,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, Ein- und ZweifamilienhĂ€user waren 0,6 Prozent teurer. «Nach einer Phase krĂ€ftiger PreisrĂŒckgĂ€nge scheinen sich Angebot und Nachfrage wieder stĂ€rker auszubalancieren», heißt es. Dies sei vor allem auf die leicht gefallenen Finanzierungskosten zurĂŒckzufĂŒhren. 

KĂ€ufer agierten demnach weiterhin «zurĂŒckhaltend und preissensitiv» und können sich aufgrund gefallener Zinsen und gestiegener Einkommen wieder mehr leisten. VerkĂ€ufer hingegen passten sich an die neuen Begebenheiten an und seien vielfach bereit, PreiszugestĂ€ndnisse zu machen.

@ dpa.de