Brandenburg, Deutschland

Bund will US-Sanktionen fĂŒr PCK-Raffinerie verhindern

14.02.2026 - 10:11:57 | dpa.de

Die Raffinerie PCK gehört mehrheitlich deutschen Töchtern des russischen Konzerns Rosneft. Sie stehen wegen des Ukraine-Kriegs unter Treuhandverwaltung. Nun gibt es erneut Sorgen vor US-Sanktionen.

  • Die PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder befĂŒrchtet negative Folgen fĂŒr die Versorgung mit Sprit und Heizöl, falls US-Sanktionen in Kraft treten (Archivbild). - Foto: Patrick Pleul/dpa
    Die PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder befĂŒrchtet negative Folgen fĂŒr die Versorgung mit Sprit und Heizöl, falls US-Sanktionen in Kraft treten (Archivbild). - Foto: Patrick Pleul/dpa
  • Die LandrĂ€tin des Landkreises Uckermark, Karina Dörk (CDU), warnt vor US-Sanktionen gegen die PCK-Raffinerie (Archivbild). - Foto: Joerg Carstensen/dpa
    Die LandrÀtin des Landkreises Uckermark, Karina Dörk (CDU), warnt vor US-Sanktionen gegen die PCK-Raffinerie (Archivbild). - Foto: Joerg Carstensen/dpa
Die PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder befĂŒrchtet negative Folgen fĂŒr die Versorgung mit Sprit und Heizöl, falls US-Sanktionen in Kraft treten (Archivbild). - Foto: Patrick Pleul/dpa Die LandrĂ€tin des Landkreises Uckermark, Karina Dörk (CDU), warnt vor US-Sanktionen gegen die PCK-Raffinerie (Archivbild). - Foto: Joerg Carstensen/dpa

Die Bundesregierung will in Verhandlungen mit den USA die Versorgungssicherheit mit Benzin und Heizöl im Nordosten durch die PCK-Raffinerie in Schwedt sicherstellen. Das Ziel sei, die Raffinerie auch zukĂŒnftig von US-Sanktionen zu verschonen, die noch bis Ende April ausgesetzt sind, teilte das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Die «Welt am Sonntag» berichtete zuvor darĂŒber. Die Raffinerie versorgt 90 Prozent von Berlin und Brandenburg mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten.

«Die Bundesregierung steht bezĂŒglich der US-Sanktionen (...) fĂŒr die deutschen Tochterunternehmen der russischen Rosneft in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den zustĂ€ndigen US-Behörden», teilte eine Ministeriumssprecherin mit. «Die Bundesregierung setzt sich wie schon seit Beginn der Legislatur dafĂŒr ein, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiterhin gewĂ€hrleistet bleibt sowie der Standort erhalten bleibt.»

PCK verarbeitete frĂŒher nur russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine entschied die Bundesregierung, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, die Raffinerie stellte auf andere Quellen um. Sie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die der Bund wegen des Kriegs unter Treuhandverwaltung stellte.

Am 29. April drohen US-Sanktionen, die derzeit ausgesetzt sind. Im Oktober hatte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) von einer Zusicherung der US-Behörden gesprochen, der zufolge sich die Sanktionen nicht gegen die deutschen Rosneft-Töchter richten sollten.

Die PCK-FĂŒhrung bittet den Bund um Hilfe und stellt bereits «EinschrĂ€nkungen in unserem GeschĂ€ftsbetrieb fest». Die LandrĂ€tin der Uckermark, Karina Dörk (CDU), dringt auf schnelle UnterstĂŒtzung. «Das ist das Problem, was zuerst gelöst werden muss, mit der amerikanischen Seite zu verhandeln, dass diese Sanktionen gegen Rosneft auch ĂŒber den 29. April aufgrund der Treuhandschaft nicht gelten», sagte Dörk der dpa.

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