Steuern, Wirtschaftskrise

Steuereinnahmen trotz Iran-Krieg relativ stabil

06.05.2026 - 11:36:20 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Steuereinnahmen bleiben trotz der sich verschlechternden Wirtschaftslage vorerst halbwegs stabil.

Bundesfinanzministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bundesfinanzministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die neue SteuerschĂ€tzung dĂŒrfte nur ein kleines Minus bei den Einnahmen von Bund, LĂ€ndern und Gemeinden bringen.

Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Koalitions-, Regierungs- und SchĂ€tzerkreise. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) wird die SteuerschĂ€tzung am Donnerstag vorstellen. Die Bundesregierung hatte nach Ausbruch des Irankriegs die Wachstumsaussichten im April nach unten korrigiert. So halbierte die Bundesregierung ihre Prognose fĂŒr dieses Jahr auf 0,5 Prozent. FĂŒr das kommende Jahr 2027 senkte die Regierung ihre Prognose von 1,3 auf 0,9 Prozent. Die Wachstumsprognose ist Grundlage fĂŒr die SteuerschĂ€tzung. Dennoch dĂŒrfte der Staat vergleichsweise glimpflich davonkommen, das Minus werde sich in Grenzen halten, hieß es in Regierungskreisen.

"Insgesamt ergab die interne SteuerschĂ€tzung fĂŒr den Bund ein leichtes Plus in den Jahren 2026 bis 2028, das 2027 bei 1,3 Milliarden Euro lag", hieß es bereits im Kabinettsbeschluss zum Haushalt fĂŒr 2027. FĂŒr diesen hatte das Bundesfinanzministerium eine Aktualisierung seiner SteuerschĂ€tzung vorgenommen. Allerdings fielen durch neue Steuergesetze die Einnahmen zugleich um 6,3 Milliarden Euro niedriger aus als bisher geplant. FĂŒr die weiteren Finanzplanjahre ergab sich keine wesentliche SchĂ€tzabweichung, hieß es weiter.

Die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage schlĂ€gt sich allerdings langsam in den Steuereinnahmen nieder. Im MĂ€rz war das Aufkommen aus der veranlagten Einkommensteuer um rund vier Prozent und das aus der Körperschaftsteuer um rund zwölf Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr gesunken. In SchĂ€tzerkreisen wird damit gerechnet, dass gerade die Gewerbesteuer schwach bleiben werde. Dies setze die Kommunen weiter unter Druck, die schon jetzt mit einem Rekorddefizit kĂ€mpfen.

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