USA, Michigan-Konsumklima

USA: Michigan-Konsumklima fÀllt auf den tiefsten Stand seit November 2022

28.03.2025 - 15:40:47

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im MĂ€rz angesichts wachsender Inflationssorgen noch stĂ€rker als zunĂ€chst ermittelt eingetrĂŒbt.

Das von der UniversitĂ€t Michigan erhobene Konsumklima fiel zum Vormonat um 7,7 Punkte auf 57,0 Punkte, wie die UniversitĂ€t am Freitag nach einer zweiten SchĂ€tzung mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit November 2022 und der dritte RĂŒckgang in Folge. Volkswirte hatten mit einer BestĂ€tigung der ErstschĂ€tzung von 57,9 Punkten gerechnet.

Besonders stark gingen die Erwartungen der Verbraucher zurĂŒck. Hier war der RĂŒckgang noch stĂ€rker als in der ersten SchĂ€tzung. Aber auch die Beurteilung der aktuellen Lage verschlechterte sich.

"AnhĂ€nger aller politischer Parteien und UnabhĂ€ngige Ă€ußerten im Vergleich zum Februar schlechtere Erwartungen in Bezug auf ihre persönlichen Finanzen, die GeschĂ€ftslage, Arbeitslosigkeit und Inflation", sagte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage, in einer ErklĂ€rung. "Die Verbraucher sind weiterhin besorgt ĂŒber die negativen Auswirkungen der aktuellen wirtschaftspolitischen Entwicklungen." Zwei Drittel der Verbraucher erwarteten, dass die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr steigen werde. Dies sei der höchste Wert seit 2009.

Die Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen auf kurze Sicht stark an. Auf Sicht von einem Jahr kletterten sie von 4,3 Prozent im Vormonat auf 5,0 Prozent. ZunÀchst waren nur 4,9 Prozent ermittelt worden. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 2022. Die lÀngerfristigen Inflationserwartungen legten von 3,5 Prozent auf 4,1 Prozent zu.

Der Indikator der UniversitÀt Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

@ dpa.de