ROUNDUP, Trump

Trump erscheint zu Start von zweitem Verleumdungsprozess im Gericht

17.01.2024 - 06:35:07

Einen Tag nach seinem Sieg bei der republikanischen Vorwahl im US-Bundesstaat Iowa ist Ex-PrÀsident Donald Trump zum Auftakt eines zweiten Verleumdungsprozesses der US-Autorin E.

Jean Carroll gegen ihn in New York erschienen. Der Prozess begann am Dienstag (Ortszeit) an einem Gericht in Manhattan mit der Auswahl einer neunköpfigen Geschworenen-Jury. Auch Carroll kam persönlich und blieb - im Gegensatz zu Trump, der das GebĂ€ude in der Mittagspause wieder verließ - auch ĂŒber die AuftaktplĂ€doyers beider Seiten am Nachmittag bis zum Ende des Gerichtstermins. Sowohl Carrol als auch Trump Ă€ußerten sich zum Auftakt nur ĂŒber ihre AnwĂ€lte.

Eine New Yorker Geschworenenjury hatte es im Mai als erwiesen angesehen, dass Trump Carroll 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und spĂ€ter verleumdet hatte. Die Geschworenen hatten der Schriftstellerin daraufhin eine EntschĂ€digung in Höhe von fĂŒnf Millionen Dollar (etwa 4,65 Millionen Euro) zugesprochen. Zu diesem ersten Prozess war Trump nie selbst erschienen, seine Anwesenheit war auch beim Auftakt des zweiten Prozesses nicht verpflichtend gewesen.

Bereits vor Beginn des zweiten Prozesses hatte ein Richter entschieden, dass weitere Kommentare Trumps verleumderisch seien. Damit muss die Jury nun lediglich noch ĂŒber die Höhe der EntschĂ€digung entscheiden, die der Ex-PrĂ€sident der Frau bezahlen muss. Carroll verlangt mehr als zehn Millionen Dollar.

Trumps AnwĂ€ltin Alina Habba warf Carroll in ihrem AuftaktplĂ€doyer vor, dass sie sich an ihrem Mandanten bereichern wolle. Die viele Aufmerksamkeit durch die Prozesse habe ihrer Karriere neuen Schwung verschafft. Carrolls Anwalt Shawn Crowley argumentierte, dass die hohe Summe gerechtfertigt sei, weil seine Mandantin Tag fĂŒr Tag in Angst lebe vor dem Hass und den Drohungen, die sie von Trump-AnhĂ€ngern bekomme.

Trump gilt bei den im November anstehenden PrÀsidentschaftswahlen als aussichtsreichster Bewerber der Republikaner. Er muss sich allerdings derzeit auch in zahlreichen verschiedenen FÀllen mit Gerichten auseinandersetzen. Die Gerichtstermine nutzt der 77-JÀhrige hÀufig als eine Art Wahlkampfveranstaltung, was ihm schon Kritik von mehreren Richtern eingebracht hat.

Ob der Ex-PrĂ€sident im weiteren Verlauf des Prozesses auch anwesend sein will, war zunĂ€chst nicht klar. FĂŒr Mittwoch war eine Aussage von Carroll angesetzt.

@ dpa.de

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