Unterseekabel, Ostsee

Erneut Unterseekabel in der Ostsee beschÀdigt

26.01.2025 - 16:40:19

Erneut ist in der Ostsee ein Unterseekabel beschÀdigt worden - diesmal zwischen Schweden und Lettland.

Beide Staaten untersuchen nun gemeinsam mit der Nato den Fall. Das Kabel des lettischen staatlichen Rundfunk- und Fernsehzentrums wurde am frĂŒhen Morgen beschĂ€digt, im Meeresgebiet zwischen Ventspils und Gotland. Dies teilten die Behörden des baltischen Landes wĂ€hrend einer Pressekonferenz in Riga mitteilten.

Die Ursache ist demnach noch unklar. Der Schaden liegt in der ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens und ist ersten Anhaltspunkten zufolge auf Ă€ußere Einwirkung zurĂŒckzufĂŒhren, wie es auf der Pressekonferenz hieß.

Die Nato teilte mit, Schiffe und Flugzeuge seien an der Seite regionaler VerbĂŒndeter im Einsatz, um den Vorfall zu untersuchen. "Die PrĂ€senz der Alliierten in der Region ermöglicht eine zĂŒgige und koordinierte Reaktion", sagte ein Nato-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Schon in den vergangenen Wochen hatten mutmaßliche Sabotageakte durch die sogenannte russische Schattenflotte an Kabeln und Leitungen in der Ostsee immer wieder fĂŒr Aufsehen gesorgt. Die SchĂ€den sollen dabei jeweils vorsĂ€tzlich von Schiffsankern verursacht worden sein. Russland fĂŒhrt seit fast drei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Kabel "erheblich" beschÀdigt

Das lettische Rundfunk- und Fernsehzentrum berichtete, das Kabel sei "erheblich" beschĂ€digt. Der Schaden solle keine Auswirkungen auf die DatenĂŒbertragung lettischer Endnutzer haben.

MinisterprÀsidentin Evika Silina rief deswegen eine Sitzung der zustÀndigen Ministerien und Dienste ein. Lettland stehe im Austausch mit Schweden, anderen Ostsee-Anrainerstaaten und der Nato, um die UmstÀnde aufzuklÀren, sagte sie. Der schwedische MinisterprÀsident Ulf Kristersson schrieb auf X, Schweden, Lettland und die Nato arbeiteten in dieser Angelegenheit eng zusammen.

Die lettische Marine fĂŒhrte eine Analyse der Schiffsbewegungen in dem Gebiet durch und entsandte ein Patrouillenschiff zu einem Schiff, das sich in NĂ€he der Schadenstelle aufhielt. Dabei seien keine verdĂ€chtigen AktivitĂ€ten an Bord oder SchĂ€den am Anker festgestellt worden, sagte Marine-Chef Maris Polencs. Das kontrollierte Schiff sei auf dem Weg nach Russland und wartet auf die nĂ€chste Freigabe des Schiffsagenten zur Weiterfahrt. Zwei weitere Schiffe wurden im ungefĂ€hren Bereich der SchĂ€den an der Unterwasserinfrastruktur identifiziert, hieß es in einer Mitteilung der lettischen StreitkrĂ€fte.

@ dpa.de