KĂŒnstliche Intelligenz, Arbeitsmarkt

KI-Kompetenzen in Unternehmen: Höhere GehÀlter, aber auch lÀngere Besetzungszeiten

03.07.2026 - 10:00:00 | presseportal.de

Eschborn - KĂŒnstliche Intelligenz (KI) hĂ€lt auch in Deutschland zunehmend Einzug in die Arbeitswelt. Die Randstad Studie "Age of Augmentation" hat 2,4 Millionen Stellenanzeigen fĂŒr den deutschen Arbeitsmarkt ausgewertet und zeigt: BeschĂ€ftigte mit KI-Skills können sich ĂŒber deutliche Gehaltsvorteile freuen. Gleichzeitig bleiben Positionen, die den Ausbau von KI in deutschen Unternehmen vorantreiben sollen, lange unbesetzt.

KI-Kompetenzen in Unternehmen: Höhere GehÀlter, aber auch lÀngere Besetzungszeiten - Bild: presseportal.de
KI-Kompetenzen in Unternehmen: Höhere GehÀlter, aber auch lÀngere Besetzungszeiten - Bild: presseportal.de

Gehaltsschub bei KI-Kompetenz

BeschĂ€ftigte mit ausgewiesenen KI-Kompetenzen können in Deutschland deutlich besser verdienen als ihre Kolleg:innen ohne Erfahrung mit der Technologie. WĂ€hrend etwa Softwareingenieur:innen ohne KI-Skills im ersten Job ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von etwa 50.000 Euro winkt, sind es rund 60.000 Euro fĂŒr diejenigen mit KI-Skills. Ein Ă€hnliches Bild zeigt sich fĂŒr Berufe wie Finanzanalyst:innen (51.500 Euro vs. 64.000 Euro) und Kundenservice-Mitarbeiter:innen (30.000 vs. 37.000 Euro).

"Die Daten geben ein klares Bild ab: Arbeitnehmer:innen, die mit der Technologie umgehen können, ziehen in Sachen Gehalt an ihren Kolleg:innen vorbei", sagt Robert Bhuiyan, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Randstad Professional Deutschland. "Im europĂ€ischen Vergleich zeigt sich zudem, dass deutsche GehĂ€lter vor allem mit Blick auf KI-Skills sehr wettbewerbsfĂ€hig sind." Das gilt auch fĂŒr Jobprofile, deren Aufgabe die Implementierung von und die Arbeit mit KI ist. Prompt-Ingenieur:innen zum Beispiel verdienen im europĂ€ischen Vergleich am besten hierzulande (rund 83.000 Euro) - nur im Vereinigten Königreich erhalten sie eine höhere VergĂŒtung (85.800 Euro).

"Made in Germany" - nur woanders?

Der Ausbau von KI wird allerdings durch lange Besetzungszeiten gebremst. Positionen etwa fĂŒr KI-Architekt:innen werden in Deutschland im Durchschnitt erst nach 69 Tagen besetzt. Im LĂ€ndervergleich dauert es nur in Japan lĂ€nger (71 Tage), in Belgien und den Niederlanden lassen sich fĂŒr einschlĂ€gige Stellen in weniger als der HĂ€lfte der Zeit (31 bzw. 32 Tage) passende Kandidat:innen finden. Auch Machine Learning-Ingenieur:innen werden hierzulande lĂ€nger gesucht (56 Tage) als beispielsweise in Belgien (40 Tage) oder den Niederlanden (46 Tage).

"Der ArbeitskrĂ€ftemangel ist auch im KI-Bereich prĂ€sent - und verursacht nicht nur Verzögerungen bei KI-Projekten", ergĂ€nzt Robert Bhuiyan. "Unbesetzte Stellen bedeuten auch ProduktivitĂ€tsverluste und steigende Kosten durch Leistungen, die ein Unternehmen in dieser Zeit nicht erbringen kann. Es ist zwar richtig, dass viele der Berufsfelder, die mit KI zu tun haben, relativ neu sind. Doch genau daraus ergibt sich eine Chance fĂŒr Arbeitgeber, die eigenen Mitarbeitenden in KĂŒnstlicher Intelligenz weiterzubilden und die eigene WettbewerbsfĂ€higkeit durch den Aufbau interner KI-Kompetenzen langfristig zu erhöhen."

Über die Studie "Age of Augmentation"

Die Studie basiert auf einer quantitativen Analyse von ĂŒber 35 Millionen Stellenanzeigen weltweit im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. MĂ€rz 2026. Die vom Talent Intelligence-Team von Randstad durchgefĂŒhrte Analyse stĂŒtzt sich auf Daten von LinkedIn, dem Marktanalyseunternehmen Lightcast und internen Quellen von Randstad und liefert detaillierte Auswertungen fĂŒr elf LĂ€nder: Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, die Niederlande, Spanien, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Über Randstad

Randstad ist einer der weltweit fĂŒhrenden Personaldienstleister mit dem Ziel, so spezialisiert und so fair zu werden wie kein anderes Unternehmen in der Welt der Arbeit. Wir sind Partner fĂŒr Talente und Kunden und kennen den Arbeitsmarkt genau. Durch unsere vier Spezialisierungen - Operational, Professional, Digital und Enterprise - unterstĂŒtzen wir Unternehmen dabei, mit leistungsfĂ€higen, vielfĂ€ltigen und agilen Teams erfolgreich zu sein. Wir bieten Menschen mit jeglichem Hintergrund faire Jobchancen und helfen ihnen, mit der sich stetig wandelnden Arbeitswelt mitzuhalten.

Randstad Deutschland ist mit rund 28.200 Mitarbeitenden, darunter 1.800 internen, und 390 Standorten in 270 StÀdten vertreten. Unser Umsatzvolumen umfasste 2025 1,493 Milliarden Euro. CEO ist Henri Viswat.

Seit ĂŒber 55 Jahren in Deutschland aktiv, gehört Randstad Deutschland zur 1960 in Amsterdam gegrĂŒndeten und dort börsennotierten Randstad N.V. mit Sitz im niederlĂ€ndischen Diemen. 2025 hat Randstad mit rund 38.000 Mitarbeitenden weltweit mehr als 1,7 Millionen Personen in 39 LĂ€ndern bei ihrer Suche nach einem fĂŒr sie passenden Job geholfen sowie fast 150.000 Kunden unterstĂŒtzt und damit einen Gesamtumsatz von 23,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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