Fabrik, Zukunft

Fabrik der Zukunft: Höhenverstellbare Plätze und Roboter entlasten Werker

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 00:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de

SWAN und Fraunhofer IWU zeigen, wie höhenverstellbare Plätze und Roboter die Produktion effizienter und gesünder gestalten.

Fabrik der Zukunft: Ergonomie trifft auf flexible Automatisierung
Moderne, modulare Arbeitsplätze in einer Fabrikhalle mit höhenverstellbaren Tischen und einem kollaborativen Roboterarm, der einen Menschen unterstützt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Projekte der SWAN Analytische Instrumente AG und des Fraunhofer IWU zeigen, wie die Fabrik der Zukunft aussehen könnte.

Höhenverstellbare Montageplätze bei SWAN

Die SWAN Analytische Instrumente AG hat Anfang Juli ihre Montagearbeitsplätze modernisiert. Im Zentrum stehen höhenverstellbare Systeme der BeeWaTec Gruppe. Sie passen sich individuell an die Bedürfnisse der Mitarbeiter an und reduzieren die physische Belastung.

Gleichzeitig optimierte das Unternehmen die Materialbereitstellung und Wegeführung. Kürzere Wege und eine strukturierte Versorgung steigern die Prozesssicherheit, so das Unternehmen. Die modulare Bauweise erlaubt zudem schnelle Umstellungen bei Produktwechseln oder Kapazitätserweiterungen.

Roboter entlasten bei Über-Kopf-Arbeiten

Auch technologische Lösungen gewinnen an Bedeutung. Das Projekt „HAutoMont“ des Fraunhofer IWU mit Volkswagen Sachsen zeigt, wie Automatisierung helfen kann. Anfang Juli wurden Details zur Montage von Unterbodenverkleidungen beim VW ID.3 bekannt.

Ein 110 mal 88 Zentimeter großes Bauteil aus Polypropylen wird künftig von Sauger- und Schraubrobotern gehandhabt. Das entlastet die Werker von besonders anstrengenden Über-Kopf-Arbeiten. Repetitive und körperlich schwere Tätigkeiten übernehmen die Maschinen.

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Flexible Fertigungszellen für mehr Variantenvielfalt

Am 9. Juli wurde mit dem Robotersystem RS 1 GEN2 eine neue Automatisierungszelle vorgestellt. Sie kombiniert Paletten- und Werkstückhandling auf zwölf Quadratmetern und ermöglicht mannlose Laufzeiten – auch bei hoher Variantenvielfalt.

Eine adaptive Steuerung kompensiert Störungen durch automatische Ausweichstrategien. Ergänzt wird die Hardware durch digitale Planungskonzepte wie Simulationen mit digitalen Zwillingen. Der deutsche Markt für solche Dienstleistungen wächst von 86 Millionen US-Dollar (2024) auf prognostizierte 130 Millionen US-Dollar im Jahr 2030.

Fachmesse AMB zeigt nächste Entwicklungen

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Mitte September werden auf der AMB in Stuttgart weitere Innovationen erwartet. Anbieter wie SCHUNK wollen vernetzte Lösungen für die Werkstückspannung präsentieren. Im Fokus stehen Live-Demonstrationen von autonomen mobilen Robotern mit Nullpunktspannmodulen.

Die Botschaft ist klar: Die Fabrik der Zukunft kombiniert ergonomisch optimierte Handarbeitsplätze mit hochflexiblen, automatisierten Bereichen. KI-gestützte Wartung und adaptive Fertigungsarchitektur gelten dabei als Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Europa.

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