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BearingPoint Studie: Deutschlands MobilitÀtswandel verlangt nach flexiblen, nachhaltigen und generationsspezifischen Lösungen

20.08.2024 - 07:15:00

Frankfurt - Flexibler, bezahlbarer, bequemer: Obwohl die Deutschen die Vorteile moderner MobilitĂ€tslösungen schĂ€tzen, setzen viele weiterhin auf Besitz statt Sharing. Das zeigt eine reprĂ€sentative Erhebung der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Die Studie untersucht unter anderem, inwiefern digitale Angebote wie abonnementbasiertes Autoleasing das MobilitĂ€tsverhalten der Deutschen verĂ€ndern und wie sich Flottenanbieter zukĂŒnftig im Markt anpassen mĂŒssen. Das Ergebnis: Wer generationenĂŒbergreifend ĂŒberzeugen will, muss jetzt sein Portfolio erweitern und auf effektive Kommunikationsmaßnahmen setzen.

Die MobilitĂ€tslandschaft in Deutschland befindet sich im Wandel: Innovative Angebote wie abonnementbasiertes Autoleasing haben das Potenzial, bis 2030 das klassische Leasing zu ersetzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen BearingPoint-Studie. Moderne MobilitĂ€tslösungen ĂŒberzeugen bei den Nutzern vor allem durch FlexibilitĂ€t, vergleichsweise niedrige Kosten und Bequemlichkeit. Trotz der vielen Vorteile von Angeboten wie Sharing, Ride-Hailing und Last-Mile-Diensten bleibt der Besitz eines eigenen Fahrzeugs aber weiterhin relevant - und zwar ĂŒber alle Altersklassen hinweg. 84 Prozent der Befragten bevorzugen es demnach, ein Fahrzeug zu besitzen, statt es zu leasen.

"Anbieter mĂŒssen technologische Fortschritte mit Eigentumsoptionen in Einklang bringen, um den BedĂŒrfnissen der Verbraucher gerecht zu werden. Die Anpassung an die zunehmend alternde Bevölkerung und die sich wandelnde MobilitĂ€tslandschaft erfordern einen kulturellen Wandel innerhalb der Branche. Um Barrieren zu ĂŒberwinden und Ängste und Vorurteile abzubauen, sind ein effektives Change Management und solide Kommunikationsstrategien von zentraler Bedeutung", erlĂ€utert Nina London, Partnerin bei BearingPoint und Expertin fĂŒr die Energie- und MobilitĂ€tswende.

"Die Umstellung auf abonnementbasiertes Autoleasing bedeutet dabei einen erheblichen Wandel in der Automobilindustrie. Entscheidende Faktoren fĂŒr Nutzende sind FlexibilitĂ€t, Erschwinglichkeit und Komfort beim Zugang zu Fahrzeugen. Bis 2030 könnte abonnementbasiertes Leasing zu einer ĂŒberzeugenden Alternative zum herkömmlichen Leasing werden - und zwar nicht nur fĂŒr einzelne Nutzer, sondern auch fĂŒr Flottenmanagementstrategien", so Nina London weiter.

Wer einmal least, bleibt oft dabei

Ausschlaggebend fĂŒr die Entscheidung fĂŒr oder gegen ein abonnementbasiertes Leasingmodell scheint vor allem der Erfahrungsschatz der Nutzer zu sein. Die Studie zeigt, dass sich Personen, die schon einmal auf diese Weise geleast haben, etwa doppelt so offen fĂŒr ein abonnementbasiertes Leasingmodell zeigen als jene, die noch nie Kontakt mit einem Leasinganbieter hatten. Wer schon Erfahrung im Abo-Leasing hat, schĂ€tzt außerdem den Preis im Vergleich zum Kauf und traditionellem Leasing realistischer ein.DarĂŒber hinaus offenbart die Studie, dass Personen, die hĂ€ufig digitale MobilitĂ€tsangebote nutzen, auch einen hohen Anspruch an technische Innovationen in der MobilitĂ€t haben.

Chancen fĂŒr die Industrie: Best Ager ansprechen und ĂŒberzeugen

Bedingt durch den demografischen Wandel in Deutschland steigt die Nachfrage nach MobilitĂ€tslösungen fĂŒr Ă€ltere Menschen. Ältere Generationen zögern jedoch oft, neue Fahrzeug- oder Dienstleistungsangebote anzunehmen. Über 50 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sich ihr MobilitĂ€tsverhalten durch die Digitalisierung ĂŒberhaupt nicht verĂ€ndert hat. Diese Personen sind im Schnitt zehn Jahre Ă€lter als Menschen, die diese Frage mit Ja beantworten. Um Ă€ltere Menschen besser zu erreichen, sind vermehrte VerĂ€nderungs- und KommunikationsbemĂŒhungen erforderlich, um die Akzeptanz neuer MobilitĂ€tslösungen sicherzustellen. Hier bieten sich Chancen fĂŒr die Industrie, innovative Lösungen fĂŒr diese wachsende Bevölkerungsgruppe zu entwickeln.

DarĂŒber hinaus sind 53 Prozent der Befragten der Meinung, dass in ihrer Wohngegend weiterhin ein Auto notwendig ist. Grund ist oft der mangelnde Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, sich mit den vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ausreichend mobil zu fĂŒhlen. In eher lĂ€ndlich geprĂ€gten BundeslĂ€ndern wie dem Saarland oder Rheinland-Pfalz sind es sogar noch mehr.

RĂŒckgang der Pkw-Nutzung

Zwischen 2004 und 2022 sank die durchschnittlich pro Jahr gefahrene Kilometerzahl pro Auto in Deutschland von 16.500 auf 12.670 Kilometer. Trotz eines Anstiegs der zugelassenen Fahrzeuge von 41,73 Millionen im Jahr 2010 auf 48,76 Millionen im Jahr 2023 ist die individuelle Pkw-Nutzung gesunken.

Digitalisierung und Remote-Arbeit haben das MobilitĂ€tsverhalten vieler Nutzer verĂ€ndert. Personen, die im Home Office arbeiten und daher keine Arbeitswege zurĂŒcklegen mĂŒssen, nutzen das Auto im Schnitt weniger (43 Prozent) als Menschen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können (60 Prozent). DarĂŒber hinaus steigen Personen, die im Home Office arbeiten, hĂ€ufiger auf das Fahrrad um als andere.

"Um erfolgreich zu sein, mĂŒssen MobilitĂ€tsanbieter ihre Kunden in den Mittelpunkt stellen und kĂŒnftig nahtlose, integrierte Plattformen schaffen, die verschiedene Transportmodi vereinen", resĂŒmiert Nina London.

Über die Studie

Die Studie "German Mobility Outlook" untersucht die aktuelle Entwicklung des Flottenmarktes und besteht aus insgesamt drei Teilen. Bei dem Teil der Studie, dessen Ergebnisse in dieser Pressemitteilung zusammengefasst werden, handelt es sich um eine Konsumentenbefragung zum Thema NutzerprĂ€ferenzen. FĂŒr die Studie wurden im Auftrag von BearingPoint 1.340 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die Bevölkerung ab 18 Jahren in Deutschland.

Der erste Studienteil steht hier zum Download zur VerfĂŒgung: https://ots.de/XVtayC

Die Ergebnisse der zwei weiteren Teilbereiche der "German Mobility Outlook"-Studie werden zeitnah veröffentlicht.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei GeschĂ€ftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische BeratungsgeschĂ€ft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services fĂŒr geschĂ€ftskritische Prozesse. Capital deckt die AktivitĂ€ten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 70 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.

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