Studie: Frauen bewÀltigen Inflation besser als MÀnner
18.06.2025 - 12:06:39Das legt eine Auswertung von Kundendaten der Bank N26 nahe, die vom Ifo-Institut, der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen und der Bank veröffentlicht wurde.
Die anonymisierte Analyse der KontoauszĂŒge von 20.000 zufĂ€llig ausgewĂ€hlten N26-Kunden ergab, dass die MĂ€nner von Anfang 2021 bis Ende 2024 höhere EinkommenszuwĂ€chse erzielt haben als die Frauen. Ihre Einnahmen stiegen um 27,4 Prozent, bei Frauen waren es durchschnittlich 24,4 Prozent mehr. Die Frauen konnten dies bei den Ausgaben mehr als ausgleichen. Sie nahmen auch zu 34,2 Prozent seltener Dispokredite in Anspruch.
"Bewussterer Umgang mit den Finanzen"
Die Studienautoren schlieĂen daraus, dass die Frauen trotz niedrigerer Einkommen besser durch die Lebenshaltungskostenkrise gekommen sind. Dies könne auf einen bewussteren Umgang mit ihren Finanzen zurĂŒckzufĂŒhren sein.
Die Analyse der N26-Daten ergab, dass in nahezu allen Verbrauchergruppen die variablen Konsumausgaben mit 23,8 Prozent von 2021 bis 2023 zunĂ€chst deutlich stĂ€rker als die GehĂ€lter stiegen (20,3 Prozent). Um die höheren Kosten zu decken, griffen die Verbraucher in der Regel auf RĂŒcklagen zurĂŒck oder nahmen einen Ăberziehungskredit in Anspruch. Die Sparrate war rĂŒcklĂ€ufig.
Die LiquiditĂ€tsengpĂ€sse hĂ€tten 2022 und 2023 ihren Höhepunkt erreicht. Erst im Jahr 2024 stiegen die GehĂ€lter schlieĂlich stĂ€rker als die variablen Konsumausgaben, was zu einer "moderaten Erholung der Kaufkraft" fĂŒhrte. Die Nutzung von Dispokrediten begann Ende 2024 zu sinken, was auf eine verzögerte finanzielle Stabilisierung hindeutet.

