Deutschland, Bayern

Playmobil-Umsatz sinkt weiter

Veröffentlicht: 13.05.2026 um 16:45 Uhr, dpa.de

Hohe Energiepreise, Inflation und schwierige MĂ€rkte machen vielen Herstellern in Deutschland zu schaffen. Die Traditionsmarke Playmobil ist besonders betroffen.

Der Playmobil-Hersteller Horst-BrandstĂ€tter-Group hat im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr 2024/2025 erneut Umsatzverluste einstecken mĂŒssen (Archivbild). - Bild: Daniel Karmann/dpa
Der Playmobil-Hersteller Horst-BrandstĂ€tter-Group hat im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr 2024/2025 erneut Umsatzverluste einstecken mĂŒssen (Archivbild). - Bild: Daniel Karmann/dpa

Der Hersteller der traditionsreichen Playmobil-Figuren, die Horst-BrandstĂ€tter-Group aus dem frĂ€nkischen Zirndorf bei NĂŒrnberg, hat im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr erneut deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen mĂŒssen und macht weiter Verluste. Die Einnahmen gingen im GeschĂ€ftsjahr 2024/2025 auf 409 Millionen Euro zurĂŒck, teilte das Unternehmen in Zirndorf mit. 

Im Vorjahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023/24 mit 490 Millionen Euro angegeben. Jetzt sprach ein Unternehmenssprecher von 449 Millionen Euro «Nettoumsatz» im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr. Zum Vergleich: 2020/21 hatte der Umsatz noch bei rund 760 Millionen Euro gelegen.

Negatives Ergebnis

«Der UmsatzrĂŒckgang hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgeschwĂ€cht», heißt es in der Mitteilung. «Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden umfassende strukturelle Anpassungen mit hohen Investitionen umgesetzt und in Kauf genommen, dass das Ergebnis vorĂŒbergehend negativ bleibt.» Zur konkreten Höhe der Verluste machte das Unternehmen keine Angaben. BrandstĂ€tter hatte unter anderem rund 700 Stellen im In- und Ausland abgebaut. Mittel- bis langfristig soll wieder profitables Wachstum erzielt werden. 

Im laufenden GeschĂ€ftsjahr sollen fĂŒr die Marke Playmobil neue Zielgruppen erschlossen werden. So seien etwa die Verkaufszahlen fĂŒr die Figuren der Fußball-Nationalmannschaft - einem LizenzgeschĂ€ft mit dem Deutschen Fußball-Bund - vielversprechend. Im September sollen Figuren aller Fußball-Bundesliga-Mannschaften folgen. Der 2015 gestorbene Firmenpatriarch Horst BrandstĂ€tter hatte die Figuren 1974 auf den Markt gebracht und daraus einen Welterfolg gemacht. 

Neuerungen kommen an

«Die intensive Entwicklungsarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich zunehmend aus», sagte Playmobil-Vorstand Bahri Kurter. «Wir sehen, dass unsere neuen Produkte und Kooperationen im Markt auf großes Interesse stoßen und unsere MarkenprĂ€senz stĂ€rken.»

Das Unternehmen wird im Juni die Produktion von Playmobil-Figuren in Deutschland beenden. Im Werk im mittelfrĂ€nkischen Dietenhofen sollen dann nur noch PflanzkĂŒbel der Marke Lechuza hergestellt werden. Bis zu 350 Menschen verlieren ihren Job. Die Produktion soll in anderen LĂ€ndern, etwa Malta und Tschechien, weitergefĂŒhrt werden.

de | wirtschaft | 69325463 |

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