Homeoffice-Unfälle, Landesgericht

Homeoffice-Unfälle: Landesgericht erkennt Küchenwege als Arbeitsunfälle an

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 07:49 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Bundesregierung beschließt Entlastungspaket mit jährlich 600 Millionen Euro Einsparungen für Unternehmen.

Bürokratieabbau: Neue Regeln für Kaffeemaschinen und Co.
Eine schwangere Frau am ergonomischen Schreibtisch, die ihre Haltung anpasst, um Komfort und Unterstützung zu betonen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bundesregierung hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das Unternehmen jährlich rund 600 Millionen Euro sparen soll. Besonders betroffen: die wiederkehrende Prüfpflicht für elektrische Geräte ohne besonderes Gefährdungspotenzial.

Kaffeemaschinen, Wasserkocher und ähnliche Alltagsgeräte müssen künftig nicht mehr den starren Kontrollzyklen unterzogen werden. Für die betriebliche Ergonomie-Beratung und das Facility Management bedeutet das weniger Bürokratie.

Digitalminister Wildberger bezifferte die gesamten Entlastungen seit November auf 10,4 Milliarden Euro. Der BDI mahnt jedoch weitere Schritte an – eine spürbare Trendwende sei noch nicht erreicht.

Risiken in der Frühschwangerschaft

Eine aktuelle Studie aus Kopenhagen liefert neue Erkenntnisse für den betrieblichen Gesundheitsschutz. Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen häufigem Bücken, langem Gehen oder Stehen in der Frühschwangerschaft und einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten.

Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Occupational & Environmental Medicine veröffentlicht. Obwohl etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften vorzeitig enden – meist durch genetische Ursachen –, rücken die ergonomischen Arbeitsbedingungen werdender Mütter nun stärker in den Fokus.

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Für die Ergonomie-Beratung heißt das: Physische Belastungsprofile sollten bereits früh in der Schwangerschaft angepasst werden.

Homeoffice: Wann der Weg zur Küche zum Arbeitsunfall wird

Das Hessische Landessozialgericht hat die Rechtslage zur Nahrungsbeschaffung im Homeoffice präzisiert. In zwei Urteilen vom 28. April und 19. Mai 2026 stellten die Richter klar: Unfälle auf dem Weg zur Nahrungsbeschaffung können als Arbeitsunfälle gelten.

Voraussetzung: Der Weg muss der Aufrechterhaltung der Arbeitskraft dienen und betrieblich geprägt sein. Der Einkauf von Lebensmitteln für den sofortigen Verzehr wurde anerkannt. Anders sieht es aus, wenn kein unmittelbarer betrieblicher Bezug besteht – etwa beim Holen von Speisen für Kollegen ohne dienstliche Veranlassung.

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Wenn das Büro zum Wohlfühlort wird

Die Büroplanung setzt zunehmend auf evidenzbasierte Ansätze. Daten aus dem Human Spaces Report zeigen: Naturkomponenten am Arbeitsplatz steigern die Produktivität um 6 Prozent und das Wohlbefinden um 15 Prozent.

Gleichzeitig belegen Studien des Fraunhofer-Instituts: Schlechte Akustik und hoher Lärmpegel können die Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent mindern. Moderne Konzepte setzen daher auf dynamische Lichtsteuerung und gezielten Schallschutz.

Auch in der Logistik und Fertigung hält die Technik Einzug. Mitte Juli startete der Verkauf neuer kompakter Elektrostapler-Modelle. Sie sind mit Assistenzsystemen zur Personen- und Objekterkennung sowie Kollisionswarnungen ausgestattet. Die Systeme sollen die Sicherheit erhöhen und die Belastung der Fahrer reduzieren.

Parallel dazu kamen neue Bürostuhlserien mit dynamischen Stützsystemen auf den Markt – einige bereits mit Designpreisen für ergonomische Funktionalität ausgezeichnet.

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