ROUNDUP, Trump

Trump will 50-Prozent-Zölle auf EU-Waren ab Juni

23.05.2025 - 14:35:57

Im Handelsstreit mit der EuropĂ€ischen Union hat sich US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr Strafzölle in Höhe von 50 Prozent ausgesprochen.

Diese Abgabe fĂŒr Waren aus der EU solle am 1. Juni in Kraft treten, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. "Es gibt keine Zölle, wenn das Produkt in den Vereinigten Staaten gebaut oder hergestellt wird", fĂŒgte er hin. Zu den laufenden Verhandlungen schrieb Trump, dass diese zu nichts fĂŒhrten.

Die EuropĂ€ische Union sei in erster Linie zu dem Zweck gegrĂŒndet worden, die USA im Bereich des Handels zu ĂŒbervorteilen, monierte Trump. Er kritisierte "mĂ€chtige Handelsschranken, Mehrwertsteuern, lĂ€cherliche Unternehmensstrafen, nicht-monetĂ€re Handelshemmnisse, WĂ€hrungsmanipulationen, unfaire und ungerechtfertigten Klagen gegen amerikanische Unternehmen und vieles mehr".

Am Finanzmarkt war die Reaktion scharf. Die europÀischen AktienmÀrkte sackten zeitweise um rund drei Prozent ab. Der Euro geriet unter Druck und sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen waren gefragt. Auch in den USA zeichnen sich zur Eröffnung Kursverluste an den Börsen ab.

Verhandlungen laufen mit EuropÀern

Trump hatte im April nach großen Turbulenzen an den Aktien- und FinanzmĂ€rkten ĂŒberraschend entschieden, vielen Staaten - darunter auch die EU - 90 Tage lang eine Pause von bestimmten Zöllen zu gewĂ€hren. Dabei geht es um Strafabgaben, die sich am Handelsdefizit der jeweiligen LĂ€nder orientieren. Damit legte der US-PrĂ€sident einen Teil seines gewaltigen Zollpakets, das er Anfang April angekĂŒndigt hatte, vorerst auf Eis. Die EU hatte ebenfalls angekĂŒndigt, geplante Gegenzölle auf US-Produkte vorerst fĂŒr 90 Tage auszusetzen.

Der EU hatte Trump flĂ€chendeckend Zölle in Höhe von 25 Prozent angedroht, sollte es keine eigene Einigung mit den USA geben. Als Frist galt bisher der Monat Juli. Auf ein Angebot aus BrĂŒssel fĂŒr die gegenseitige Aufhebung aller Zölle auf IndustriegĂŒter ging die Trump-Regierung bislang nicht ein. Allerdings zeigte sich Trump in der Vergangenheit eigentlich optimistisch, mit den EuropĂ€ern eine Lösung im Zollstreit finden zu werden.

Es ist nun völlig unklar, ob die Strafzölle in Höhe von 50 Prozent ab Juni wirklich in Kraft treten. Trump hat in der Vergangenheit regelmĂ€ĂŸig mit hohen Zöllen gedroht - und im Anschluss eine Kehrtwende vollzogen. Der US-PrĂ€sident will mit den Zöllen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktion in die USA verlagern. Zugleich sollen die Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen großer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren.

@ dpa.de

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