G7 beschlieĂen Aktionsplan gegen SchleuserkriminalitĂ€t
04.10.2024 - 15:35:40Ziel des Plans sei es, den Schleppern und dem dahinter stehenden organisierten Verbrechen durch gemeinsame Anstrengungen das Handwerk zu legen, hieà es in der AbschlusserklÀrung nach dem Treffen der G7-Innenminister in Italien. Die Zusammenarbeit der Behörden der Herkunfts-, Transit- sowie ZiellÀnder steht demnach dabei im Fokus.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) betonte in einer Mitteilung, wie wichtig es sei, gemeinsam mit allen G7-Staaten diesem PhĂ€nomen und seinen Auswirkungen zu begegnen. Dazu gehöre es unter anderem, die operativen FĂ€higkeiten der Sicherheitsbehörden weiter zu stĂ€rken. AuĂerdem sollen relevante Daten im Zusammenspiel mit den Herkunfts- und TransitlĂ€ndern der Migranten noch enger ausgetauscht werden. Durch ein strikteres Grenzmanagement und Monitoring sollen die Routen der Schleuser durchkreuzt werden.
Die Rolle von sozialen Medien bei der Kontaktaufnahme zwischen Schleusern und Migranten hat in den vergangenen Jahre kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Der Aktionsplan sieht daher auch eine verstĂ€rkte Zusammenarbeit mit Social-Media-Unternehmen vor, um Online-AktivitĂ€ten von Schleusern und ihren Netzwerken zu unterbinden, die fĂŒr irregulĂ€re Migration werben und ihre Dienste in einschlĂ€gigen Plattformen und Chat-Gruppen anbieten.
Die G7-Innenminister beschÀftigten sich in den Beratungen zudem mit Themen wie dem internationalen Terrorismus, der organisierten KriminalitÀt im Allgemeinen sowie Drogenschmuggel und hybriden Bedrohungen wie Desinformationskampagnen.
Die Gruppe der Sieben (G7) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs sieben groĂer Industriestaaten. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, GroĂbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Italien fĂŒhrt derzeit den Vorsitz der G7.

