Deutschland, Reise

Bei Reiseabrechnungen wird oft geschummelt und draufgezahlt

18.06.2026 - 04:00:04 | dpa.de

In Deutschland werden einer Umfrage zufolge besonders oft fehlerhafte Abrechnungen eingereicht - nicht immer mit Absicht.

  • Die Abrechnungen von GeschĂ€ftsreisen sind lĂ€ngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
    Die Abrechnungen von GeschÀftsreisen sind lÀngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
  • Die Abrechnungen von GeschĂ€ftsreisen sind lĂ€ngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
    Die Abrechnungen von GeschÀftsreisen sind lÀngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
Die Abrechnungen von GeschÀftsreisen sind lÀngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa Die Abrechnungen von GeschÀftsreisen sind lÀngst nicht immer korrekt. (Archibild) - Bild: Andreas Arnold/dpa

Die Deutschen haben bei fehlerhaften Reiseabrechnungen die Nase vorne. In einer aktuellen Umfrage unter GeschĂ€ftsreisenden aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern in fĂŒnf LĂ€ndern sagten rund 26 Prozent der deutschen Befragten, dass sie regelmĂ€ĂŸig unzulĂ€ssige Spesen einreichen. Damit lagen sie vor Frankreich mit 22 Prozent, Spanien mit 21 Prozent, den USA mit 19 und dem Vereinigten Königreich mit 12 Prozent. Auftraggeber der Umfrage des Anbieters Censuswide mit insgesamt 8.000 Teilnehmern im April war Perk, eine Plattform fĂŒr Reise und Ausgabenmanagement.

Nimmt man auch Arbeitnehmer hinzu, die nach eigenen Angaben einige oder einige wenige Male falsche Abrechnungen eingereicht haben, sind die Zahlen noch grĂ¶ĂŸer: Unter anderem sagten gut 38 Prozent der in Deutschland Befragten, dass sie Kosten mehr als einmal eingereicht haben. 34 Prozent sagten, dass sie Kosten eines Kollegen ein zweites Mal eingereicht hĂ€tten. Mehr als 37 Prozent sagten, dass sie Kosten eingereicht hĂ€tten, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hatten.

Nicht alles ist mit Absicht

«Das Ausmaß fehlerhafter Speseneinreichungen mag ĂŒberraschen. Es wĂ€re jedoch falsch, jeden Fall als vorsĂ€tzliches Fehlverhalten zu werten», sagt Perk-Deutschlandchef Eugen Triebelhorn. «Viele entstehen aus echten MissverstĂ€ndnissen, unklaren Richtlinien oder Unsicherheit darĂŒber, welche Ausgaben erstattungsfĂ€hig sind.» Der Umfrage zufolge sagten gut 30 Prozent der Betroffenen, dass es sich um einen Fehler oder ein MissverstĂ€ndnis gehandelt habe. 

Defizite bei den Abrechnungen gibt es aber auch zugunsten der Unternehmen. So sagten knapp 44 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie legitime Auslagen nicht zurĂŒckgefordert hĂ€tten. Besonders hĂ€ufig taten sie das, weil es sich um zu kleine BetrĂ€ge handelte, sie die Rechnung verloren hatten, sie sich unsicher waren, ob die Ausgabe gedeckt war oder weil ihnen die Einforderung zu aufwĂ€ndig war.

de | wirtschaft | 69568058 |