Deutschland, Verkehr

Bundesrat stimmt Finanzabsicherung fĂŒr Deutschlandticket zu

21.11.2025 - 10:33:42

Millionen Menschen nutzen das Deutschlandticket. Sie haben nun Klarheit: Das Ticket gibt es mindestens bis 2030. Wie teuer es 2027 wird, ist aber unklar.

Das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr ist finanziell bis 2030 abgesichert. Nach dem Bundestag stimmte auch der Bundesrat einer GesetzesĂ€nderung zu. Demnach stellt der Bund bis 2030 pro Jahr 1,5 Milliarden Euro zum Ausgleich von EinnahmeausfĂ€llen bei Verkehrsanbietern zur VerfĂŒgung. Die 16 LĂ€nder geben ebenfalls insgesamt 1,5 Milliarden Euro.

Saarlands MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger sprach von einem «starken Signal fĂŒr den ÖPNV». Mit der nun getroffenen Regelung werde verhindert, dass sich ein «Flickenteppich» entwickelt. Zudem bestehe nun Planungssicherheit bis 2030. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Landeshaushalte nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig belastet wĂŒrden. 

Die SPD-Politikerin betonte, man mĂŒsse sich aber nochmals intensiv mit den Trassenpreisen befassen. Diese könnten bewirken, dass am Ende das Geld nicht ausreiche. «Wir hĂ€tten am Ende ein unfassbar beliebtes Ticket, aber keinen Zug mehr. Das will, glaube ich, niemand in diesem Land.»

Die Verkehrsminister von Bund und LĂ€ndern hatten sich Mitte September auf eine lĂ€ngere Absicherung des seit 2023 angebotenen Deutschlandtickets verstĂ€ndigt, nachdem es zuvor immer wieder Gezerre darum gegeben hatte. Hintergrund der ZuschĂŒsse ist, dass das Ticket fĂŒr den bundesweiten Nahverkehr gĂŒnstiger ist als sonst ĂŒbliche regionale Pendler-Abos. Derzeit nutzen es nach Branchenangaben rund 14 Millionen Kundinnen und Kunden.

Bund und LĂ€nder vereinbarten aber auch eine erneute Preiserhöhung: Ab Anfang 2026 kostet das als Abo angebotene Ticket 63 Euro im Monat. Erst zu Jahresbeginn 2025 war der Preis auf 58 Euro von zuvor 49 Euro angehoben worden. Ab 2027 soll der Preis mit einem noch genau festzulegenden Index ermittelt werden, der Personal-, Energiekosten und allgemeine Kostensteigerungen abbildet. So soll die «politische Preisfindung», die fĂŒr viel Streit sorgte, enden.

@ dpa.de

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