Gesundheit, Bildung

Mut zur Zukunft - VBKI legt Wahlagenda 2026 zur Berlin-Wahl vor: Hauptstadtwirtschaft fordert mehr Tempo beim Neubau, bessere Bildung, schnelleren Transfer und die Vollendung der Verwaltungsreform

06.07.2026 - 11:46:11 | presseportal.de

Berlin - Unter der Überschrift "Mut zur Zukunft" hat der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) heute seine Wahlagenda zur Berlin-Wahl 2026 vorgelegt. Im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl am 20. September formuliert der VBKI zentrale Erwartungen der Berliner Wirtschaft an die künftige Landespolitik. Die Botschaft: Berlin hat große Stärken - muss sie aber schneller in konkrete Ergebnisse übersetzen.

Mut zur Zukunft - VBKI legt Wahlagenda 2026 zur Berlin-Wahl vor: Hauptstadtwirtschaft fordert mehr Tempo beim Neubau, bessere Bildung, schnelleren Transfer und die Vollendung der Verwaltungsreform - Bild: presseportal.de
"Mut zur Zukunft" - VBKI legt Wahlagenda 2026 zur Berlin-Wahl vor: Hauptstadtwirtschaft fordert mehr Tempo beim Neubau, bessere Bildung, schnelleren Transfer und die Vollendung der Verwaltungsreform - Bild: presseportal.de

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen VBKI-Ausschüsse erläuterte VBKI-Präsident Prof. Harald Christ die Positionen des Vereins: "Berlin ist stärker, innovativer und internationaler, als es in manchen Debatten erscheint. Diese Stadt hat die Substanz, die Talente, die Wissenschaft, die Unternehmen und die internationale Strahlkraft, um eine der führenden Zukunftsmetropolen Europas zu sein. Aber Berlin nutzt dieses Potenzial noch nicht konsequent genug. Unsere Botschaft lautet deshalb: Berlin muss schneller entscheiden, mutiger investieren und konsequenter umsetzen. Mut zur Zukunft heißt: nicht Chancen verwalten, sondern Chancen nutzen."

Die Agenda versteht sich als überparteilicher Debattenbeitrag und als Angebot zum Dialog. Sie konzentriert sich auf vier Prioritäten: Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit stärken, Innovation schneller in Anwendung bringen, Handlungsfähigkeit und Resilienz erhöhen und Berlin selbstbewusst als internationale Metropole positionieren. Im Mittelpunkt stehen drei Zukunftsfragen: Wohnen und Stadtentwicklung, Bildung und Wissenschaft sowie Gesundheitsmetropole Berlin.

Beim Thema Wohnen fordert der VBKI, den Neubau mit schnelleren Verfahren und einer investitionsfreundlichen Wohnungspolitik zu priorisieren: Planungs- und Genehmigungsverfahren sollten grundsätzlich innerhalb von maximal zwei Jahren abgeschlossen werden. Vergesellschaftung sei der falsche Weg: Sie schaffe keine einzige neue Wohnung, binde erhebliche Mittel und schwäche das Investitionsvertrauen, das Berlin zur Lösung der Wohnungsfrage dringend benötige.

Bei Bildung und Wissenschaft plädiert der VBKI für messbare Fortschritte bei Qualität, Basiskompetenzen und Sprachförderung, ein berlinweites Bildungsmonitoring und gestärkte Schulleitungen. Zugleich müsse Berlin Hochschulen und Forschungseinrichtungen als strategischen Standortvorteil ausbauen, den Sanierungsstau angehen, Transfer beschleunigen und Ausgründungen erleichtern. KI müsse in Bildung, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft stärker als Produktivitäts- und Innovationsmotor genutzt werden.

Die Gesundheitswirtschaft sieht der VBKI als strategischen Leitmarkt der Hauptstadt. Berlin verfüge über eine außergewöhnliche Konzentration von Universitätsmedizin, Forschung, Kliniken, Biotech, MedTech und HealthTech und habe das Potenzial, bis 2030 zu Europas Gesundheitshauptstadt aufzusteigen. Dafür brauche es schnellere Translation, bessere Bedingungen für klinische Studien, mehr Scale-up-Kapital und den Anspruch, sich als führenden Standort für datengetriebene Gesundheitsinnovation im Rahmen des European Health Data Space (EHDS) zu positionieren.

Eine handlungsfähige und effiziente Verwaltung sei Grundvoraussetzung für Berlins Zukunftsfähigkeit. Die Reform müsse daher konsequent vollendet werden - und zwar entlang einer klaren Aufgabenverteilung zwischen Land und Bezirken, eindeutigen Verantwortlichkeiten durch den neuen Aufgabenkatalog, verbindlichen Standards und Konnexität, transparenten Erfolgskontrollen sowie einer stärkeren gesamtstädtischen Steuerung.

Konkret formuliert der VBKI 10 Kernforderungen:

Über die gemeinsame Agenda hinaus betont VBKI-Präsident Prof. Harald Christ vier persönliche Schwerpunkte: "Mein Dank gilt allen Mitgliedern in den Ausschüssen, die diese Agenda erarbeitet haben. Ich trage sie in ihrer ganzen Breite mit. Vier Themen liegen mir dabei persönlich besonders am Herzen: Berlin als Gesundheits- und Biotech-Metropole, digitale Souveränität und KI, der Transfer exzellenter Forschung in Wertschöpfung - und eine klare Absage an Enteignung und Vergesellschaftung."

Die Wahlagenda ist aus der Mitte des Vereins heraus entstanden. Alle ehrenamtlich besetzten Ausschüsse des VBKI haben daran mitgewirkt; Expertinnen und Experten u.a. aus Wissenschaft, Bildung, Gesundheit, Wohnungswirtschaft, Mobilität, Kultur und Digitalisierung haben ihre Perspektiven eingebracht.

Die vollständige Fassung der VBKI-Wahlagenda finden Sie unter www.vbki.de/wahlagenda2026

Pressekontakt:

Sebastian Thomas | Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI)
| Leiter Kommunikation und Marketing | 030 / 72 61 08 17 |
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