Social-Media-Verbot: Australien verdoppelt Strafen auf 60 Millionen Euro
28.06.2026 - 11:18:23 | boerse-global.de
Die Regierung verdoppelt die Höchststrafen für Verstöße gegen das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige auf umgerechnet 60 Millionen Euro.
„Nur das Nötigste“ – Regierung kritisiert Plattformen
Die zuständige Regulierungsbehörde, der eSafety Commissioner, bekommt mehr Macht. Sie darf künftig nicht nur von den Plattformen selbst Beweise anfordern, sondern auch von Drittanbietern. Aktuell laufen Untersuchungen gegen Instagram, Facebook, YouTube, Snapchat und TikTok.
Premierminister Anthony Albanese begründet die Härte mit mangelndem Engagement der Konzerne. „Sie tun nur das absolut Notwendigste“, ergänzt Kommunikationsministerin Anika Wells.
Verbots-Wirkung bleibt hinter Erwartungen zurück
Seit sechs Monaten gilt das Verbot nun – mit überschaubarem Erfolg. Eine Studie im British Medical Journal zeigt: Rund 85 Prozent der 12- bis 15-Jährigen nutzen soziale Medien weiterhin, drei Monate nach Inkrafttreten. Andere Berichte sprechen von etwa 70 Prozent.
Trotzdem wurden bereits über fünf Millionen Konten von unter 16-Jährigen deaktiviert. Gleichzeitig formiert sich juristischer Widerstand: Reddit hat Klage vor dem Obersten Gericht eingereicht.
Während Regierungen weltweit über Verbote für Jugendliche debattieren, bleibt die Sicherheit der genutzten Geräte für alle Altersgruppen eine zentrale Herausforderung. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Smartphone in wenigen Minuten effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Internationale Welle gegen Social-Media-Konzerne
Australien ist nicht allein. Frankreichs Nationalversammlung stimmte für ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige. Präsident Macron peilt die Umsetzung bis September 2026 an. Ausnahmen gibt es für Bildungsangebote, Online-Enzyklopädien und private Messenger.
Instagram reagiert bereits mit neuen Richtlinien: Teenager-Konten bekommen Einschränkungen bei riskanten Stunts oder Drogenutensilien – zunächst in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien. Für Deutschland und Europa ist die Einführung für Frühjahr 2026 geplant.
Neben Plattform-Einschränkungen ist der Schutz vor Identitätsdiebstahl die wichtigste Säule für eine sichere Internetnutzung von WhatsApp bis Social Media. Erfahren Sie in diesem Gratis-PDF, wie Sie mit fünf einfachen Schritten die volle Kontrolle über Ihre mobile Sicherheit behalten. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Auch hierzulande wird diskutiert. Bundesbildungsministerin Karin Prien fordert ein gesetzliches Mindestalter von 13 Jahren für soziale Medien. Experten empfehlen zudem Handy-Verbote an Schulen bis zur siebten Klasse und mehr digitale Bildung in der Grundschule.
