Toxoplasmose, WHO

Toxoplasmose: WHO soll Millionen-Infektion als Tropenkrankheit einstufen

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 03:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: Ältere Arbeitnehmer sind oft zu krank für den Beruf, aber nicht für die Rente. Experten fordern mehr Aufmerksamkeit für Augenleiden.

Toxoplasmose, UV-Schutz & Rente: Aktuelle Gesundheitsrisiken im Job
Ein unscharfes Nahaufnahmebild des Auges einer älteren Person, die auf einen digitalen Bildschirm blickt, was Sehbeschwerden andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein internationales Forschungsteam forderte die WHO am 8. Juli auf, Toxoplasmose als vernachlässigte Tropenkrankheit einzustufen. Die Infektion, übertragen durch Katzen oder kontaminierte Lebensmittel, kann die Augen befallen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Fachleute warnen: Die Gefahr für die langfristige Sehkraft am Arbeitsplatz werde bislang unterschätzt.

UV-Schutz: Nicht die Tönung ist entscheidend

Der TÜV-Verband erklärte zeitgleich die Anforderungen an wirksamen UV-Schutz. Entscheidend ist nicht die Tönung der Gläser, sondern die Kennzeichnung als UV400 oder der Nachweis eines 100-prozentigen UV-Schutzes. Für den beruflichen Einsatz im Freien empfehlen Experten graue oder braune Gläser der Filterkategorien 2 oder 3. Von Kategorie 4 raten sie für den Straßenverkehr ab – die Sicht sei zu stark eingeschränkt.

Ältere Arbeitnehmer: Zu krank für den Job, zu gesund für die Rente

Der Gesundheitszustand der 58- bis 65-Jährigen hat sich zwischen 2010 und 2023 verschlechtert. Das zeigt eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Studienautor Brussig beschreibt eine problematische Zwischenlage: Viele Betroffene seien zu krank für ihren Beruf, erfüllten aber nicht die strengen Kriterien für eine Erwerbsminderungsrente. Die Forscher warnen vor einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters.

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Parallel dazu steigen die Krankengeldausgaben. Die Betriebskrankenkassen melden für 2024 rund 21,6 Milliarden Euro. Besonders Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Leiden führen zu langen Ausfallzeiten.

KI-Brille im Test: Helfen, aber nicht ersetzen

Ein blinder Anwender testete eine KI-gestützte Brille von Meta für rund 400 Euro. Das System analysiert die Umgebung per künstlicher Intelligenz auf externen Servern und gibt Informationen akustisch weiter. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Bei der Schrifterkennung an Haltestellen gab es Fehler, die Verzögerung betrug bis zu fünf Sekunden – selbst bei stabiler Internetverbindung.

Hinzu kommen datenschutzrechtliche Bedenken. Der Tester betont: Solche Systeme können bewährte Orientierungshilfen derzeit nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Sitzen als Gesundheitsrisiko

Langes, ununterbrochenes Sitzen erhöht das Krebsrisiko. Das belegt eine Studie der Universität Glasgow mit über 90.000 Teilnehmern, veröffentlicht in PLOS Medicine. Experten raten: Spätestens alle 30 bis 60 Minuten die Sitzposition unterbrechen, Telefonate im Stehen führen.

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Die betriebliche Sicherheit bleibt ein weiteres Thema. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung registrierte 2024 rund 173.500 meldepflichtige Wegeunfälle, 215 endeten tödlich. Eine aktuelle Befragung zeigt zudem: Jeder vierte Beschäftigte kennt Fälle von problematischem Suchtmittelkonsum im Betrieb. Besonders betroffen sind Verkehr, Logistik und die öffentliche Verwaltung.

Für alle, die aktiv etwas für ihre Sehkraft tun wollen: Ein Kurs zur Stärkung der Ziliarmuskeln gegen Alterssichtigkeit ist für Ende September geplant.

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