USA, Zentralbank

Supreme Court lÀsst Fed-VorstÀndin vorerst im Amt

01.10.2025 - 17:35:29

Trump will die Fed-VorstÀndin Cook ihres Amtes entheben, doch scheiterte mehrfach vor Gericht. Nun versetzt auch das höchste US-Gericht ihm einen DÀmpfer. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Der Supreme Court erlaubt es der VorstĂ€ndin der US-Notenbank Fed, Lisa Cook, vorerst im Amt zu bleiben. Das Oberste Gericht der USA stellte einen Antrag der Regierung bis zu einer mĂŒndlichen Anhörung in dem Fall zurĂŒck. Diese soll nach Gerichtsangaben im kommenden Januar stattfinden. 

US-PrÀsident Donald Trump war im Streit um die Entlassung Cooks im vergangenen Monat vor den Supreme Court gezogen. Er bat das höchste US-Gericht, die Entscheidung einer unteren Instanz auszusetzen, die ihn bislang davon abhÀlt, Lisa Cook zu entlassen. Trump will das Fed-Vorstandsmitglied angeblich wegen Hypothekenbetrugs loswerden. 

Doch Gerichte hielten ihn bislang davon ab: ZunĂ€chst hatte ein Gericht in der US-Hauptstadt Washington seinem Vorhaben vorĂŒbergehend einen Riegel vorgeschoben. Trump wandte sich daraufhin an ein Berufungsgericht, dass entschied, dass die Entlassung Cooks weiterhin blockiert wird. Nun wird der Fall vor dem Obersten Gericht verhandelt. 

Was Auslöser des Rechtsstreits war 

Der US-PrĂ€sident hatte vor einigen Wochen mitgeteilt, Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt zu entlassen. Seine BegrĂŒndung: Es gebe hinreichende GrĂŒnde fĂŒr die Annahme, dass sie in einem oder mehreren HypothekenvertrĂ€gen falsche Angaben gemacht habe. Cook hatte daraufhin ĂŒber ihre AnwĂ€lte rechtliche Schritte angekĂŒndigt. Trump dĂŒrfe sie gar nicht abberufen, argumentierte Cook. Die VorwĂŒrfe stritt sie ab.

Cook sagte weiter, selbst wenn sie unwissentlich falsche Angaben gemacht haben sollte, sei dies Jahre vor ihrem Amtsantritt bei der Fed bei der Aufnahme einer privaten Hypothek geschehen. 

Vergangenen Monat argumentierte eine Richterin in dem Fall, der US-PrĂ€sident dĂŒrfe ein Mitglied des Fed-Vorstands nur «aus triftigen GrĂŒnden» entlassen. So könne jemand nicht allein aufgrund von Verhaltensweisen aus der Zeit vor dem Amtsantritt entlassen werden. Sie schrieb zudem, das öffentliche Interesse an der UnabhĂ€ngigkeit der Fed spreche fĂŒr Cooks Wiedereinsetzung. Das Berufungsgericht wies dazu dann den Berufungsantrag Trumps ab. 

Trump ĂŒbt schon lĂ€nger Druck auf die Fed aus. Er forderte auch mehrfach den RĂŒcktritt des derzeitigen Fed-Chefs Jerome Powell - obwohl weiter unklar ist, ob er ihn tatsĂ€chlich feuern darf. Die Zentralbank der Vereinigten Staaten hat weltweit eine große Bedeutung. Die Fed setzt sich zum Ziel, zur FinanzstabilitĂ€t der USA beizutragen.

@ dpa.de

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