Bundesarbeitsgericht, Lohnzahlung

Bundesarbeitsgericht verhandelt ĂŒber Lohnzahlung bei

20.03.2024 - 05:49:06

Um die Pflicht zur Lohnfortzahlung bei staatlich angeordneter QuarantÀne geht es an diesem Mittwoch (9.00 Uhr) vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt.

KlĂ€ger ist ein Produktionsarbeiter aus Nordrhein-Westfalen, der von seinem Arbeitgeber Nachzahlungen fĂŒr fast einen halben Monat verlangt. Diesen Zeitraum musste er wĂ€hrend der Coronapandemie auf Anordnung seiner Gemeinde zu Hause verbringen. Einige Ă€hnliche FĂ€lle liegen noch bei verschiedenen Arbeitsgerichten. Die Rechtssprechung in dieser Frage ist nach Angaben eines Arbeitsrechtlers bisher uneinheitlich in Deutschland.

Im konkreten Fall geht es um einen Arbeiter, der nicht geimpft war und sich Ende 2021 mit dem Coronavirus infizierte. FĂŒr einige Tage erhielt er eine Ă€rztliche ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung. Strittig ist die Zeit danach, in der er wegen einer in seiner Gemeinde geltenden Anordnung in hĂ€usliche QuarantĂ€ne musste. Im Homeoffice konnte der Mann nicht arbeiten. FĂŒr knapp 67 Stunden erhielt er von seinem Arbeitgeber keine Bezahlung. Der Arbeiter argumentiert, er habe seine Arbeitsleistung nicht erbringen können, da er erkrankt gewesen sei. Sein Arbeitgeber verweist auf die fehlende ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung und wirft dem Mann ein Verschulden wegen der unterlassenen Impfung vor.

@ dpa.de