Trump, Zöllen

Trump zu Zöllen: Ich bin offen fĂŒr GesprĂ€che

07.04.2025 - 05:21:23

US-PrĂ€sident Donald Trump ist bereit, unter bestimmten Bedingungen mit Handelspartnern ĂŒber eine Lockerung der neuen Zölle auf Einfuhren in die USA zu reden.

"Ich möchte das Defizitproblem lösen, das wir mit China, der EuropĂ€ischen Union und anderen LĂ€ndern haben", sagte Trump auf einem RĂŒckflug vom Bundesstaat Florida in die US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie darĂŒber reden wollen, bin ich offen fĂŒr GesprĂ€che."

Trump sagte, er habe am Wochenende mit vielen fĂŒhrenden Politikern aus Europa, Asien und der ganzen Welt gesprochen. "Sie brennen darauf, einen Deal zu machen." Er habe aber betont, dass er nicht lĂ€nger bereit sei, Handelsdefizite zu akzeptieren - also Ungleichgewichte im Handelsvolumen, bei denen ein Land deutlich mehr in die USA exportiert als es von dort importiert. Es mĂŒsse entweder einen HandelsĂŒberschuss fĂŒr die US-Seite geben oder ein ausgeglichenes Ergebnis im gegenseitigen Handel, fordert er.

Mit Blick auf China sagte der US-PrĂ€sident, es gebe ein gewaltiges Handelsdefizit gegenĂŒber der Volksrepublik. "Hunderte von Milliarden Dollar gehen jedes Jahr mit China verloren. Und wenn wir dieses Problem nicht lösen, werde ich keinen Deal machen." Trump betonte: "Ich bin bereit, mit China zu verhandeln, aber sie mĂŒssen ihren Überschuss abbauen."

Schwere VorwĂŒrfe gegen Europa

Trump beklagte sich einmal mehr bitterlich ĂŒber den Handel mit europĂ€ischen Staaten, die ebenfalls einen enormen Überschuss gegenĂŒber den USA hĂ€tten. Sie hĂ€tten Amerika "sehr, sehr schlecht behandelt" und damit ein Vermögen gemacht, behauptete der Republikaner. "Die EuropĂ€ische Union wurde aus einem einzigen Grund gegrĂŒndet: (...) um die Vereinigten Staaten abzuzocken."

Mit Blick auf die Turbulenzen an den Börsen nach der VerkĂŒndung seines Zollpakets sagte Trump, er wolle nicht, dass die MĂ€rkte nach unten gingen. "Aber manchmal muss man Medikamente nehmen, um etwas in Ordnung zu bringen."

Der US-PrĂ€sident hatte vor wenigen Tagen ein gewaltiges Zollpaket vorgestellt, das das GefĂŒge der Weltwirtschaft stark verĂ€ndern dĂŒrfte. In einem ersten Schritt traten neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus fast allen LĂ€ndern in die USA in Kraft. Am Mittwoch soll dann in einem nĂ€chsten Schritt ein komplexer Mechanismus folgen, der fĂŒr LĂ€nder noch höhere Zölle vorsieht, mit denen die Vereinigten Staaten nach Auffassung der US-Regierung ein besonders großes Handelsdefizit haben. Trump will mit seiner Zoll-Politik unter anderem den Produktionsstandort USA stĂ€rken, aber auch andere LĂ€nder dazu bringen, eigene Handelsbarrieren fĂŒr Einfuhren aus den USA abzubauen.

@ dpa.de