Vitamin-D-Mangel, Deutschen

Vitamin-D-Mangel: 30 Prozent der Deutschen unterversorgt

16.06.2026 - 05:00:59 | boerse-global.de

Studien belegen erhöhte Sterblichkeit und Krankheitsrisiken durch chronisch niedrige Vitamin-D-Spiegel in der Bevölkerung.

Vitamin-D-Mangel in Deutschland: Experten fordern mehr PrÀvention
Vitamin-D-Mangel - Eine Hand greift nach einem Sonnenstrahl, der durch Jalousien in ein dunkles BĂŒro fĂ€llt, Symbol fĂŒr Vitamin-D-Mangel. 16.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Rund 30,2 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben einen klinischen Vitamin-D-Mangel, 60 Prozent liegen unter dem optimalen Wert. Das erklÀrten Experten Mitte Juni 2026 auf dem Life Summit und in aktuellen Fachberichten.

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Warum der Körper nicht genug produziert

Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt 20 Mikrogramm Vitamin D tĂ€glich. Die normale ErnĂ€hrung liefert aber nur 2 bis 4 Mikrogramm. Den Rest muss die Haut selbst herstellen. Doch das klappt im Alltag oft nicht.

BerufstĂ€tige in BĂŒros haben ein erhöhtes Risiko. Sie sind stundenlang in geschlossenen RĂ€umen. Tragen sie draußen Kleidung oder Sonnencreme, sinkt die UV-Aufnahme weiter. Auch Alter, Hauttyp und Wohnort beeinflussen die Produktion.

Die Folge: Selbst im Sommer gleicht die Sonneneinstrahlung bestehende Defizite hĂ€ufig nicht aus. Eine regelmĂ€ĂŸige Supplementierung könne daher sinnvoll sein, so die Experten.

Die gesundheitlichen Folgen

Langzeitstudien belegen die Risiken eines chronisch niedrigen Spiegels. Die ESTHER-Studie des DKFZ mit rund 10.000 Teilnehmern aus dem Saarland zeigte bereits 2013: Probanden mit Werten unter 30 nmol/l hatten eine 1,7-fach erhöhte Sterblichkeit. Bei Werten unter 50 nmol/l lag sie noch 1,2-fach höher.

Besonders deutlich wird der Zusammenhang bei bestimmten Erkrankungen. Das Risiko fĂŒr tödliche Atemwegserkrankungen war bei starkem Mangel um das 2,5-fache erhöht. FĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs lag es jeweils 1,4-fach höher. Aktuelle Forschungen deuten zudem darauf hin, dass zu wenig Sonnenlicht Bluthochdruck begĂŒnstigt.

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FrĂŒherkennung als SchlĂŒssel

JÀhrlich gibt es in Deutschland 518.000 Krebs-Neuerkrankungen und 230.000 TodesfÀlle. Auf dem Vision Zero Summit in Berlin forderten Fachleute am 15. Juni 2026 ein radikales Umdenken. SchÀtzungsweise 40 Prozent aller KrebsfÀlle gelten als vermeidbar.

Neben der Optimierung des Vitamin-D-Spiegels setzen Forscher auf neue Technologien. Studien mit rund 143.000 Probanden zeigen: Multi-Cancer Early Detection-Tests (MCED) können bis zu zwölf schwer entdeckbare Krebsarten bereits im FrĂŒhstadium identifizieren. Die Folge: SpĂ€tdiagnosen sanken um 14 Prozent, FrĂŒherkennungen stiegen um 16 Prozent.

Die Kombination aus gesundem Lebensstil, ausreichender NĂ€hrstoffversorgung und moderner Diagnostik sei entscheidend, um vermeidbare TodesfĂ€lle kĂŒnftig zu verhindern, betonten die Experten.

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