Zölle auf E-Autos: Sachsen will chinesische Hersteller nach Zwickau locken
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 23:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Sein Ziel: Chinesische Hersteller sollen sich am VW-Standort Zwickau engagieren.
Der SPD-Politiker schlug am Donnerstag vor, die bestehenden Einfuhrzölle zu verdoppeln. âHöhere Handelsbarrieren machen den Standort fĂŒr chinesische Partner attraktiverâ, sagte Panter. Die Idee: Wer Elektroautos nicht einfach importieren kann, produziert sie lieber gleich in Europa.
Zölle als Druckmittel
Seit 2024 erhebt die EU Zölle auf chinesische E-Autos. Die SĂ€tze liegen zwischen 7,8 und 35,3 Prozent. Eine Verdopplung wĂŒrde den Druck auf chinesische Hersteller massiv erhöhen, FertigungskapazitĂ€ten vor Ort aufzubauen.
Genau das erhofft sich Panter fĂŒr das VW-Werk in Zwickau. Der Standort kĂ€mpft mit Auslastungsproblemen. Ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner könnte die Zukunft sichern.
Volkswagen prĂŒft Kooperation
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Der VW-Konzern denkt bereits laut ĂŒber eine Produktion chinesischer Modelle in Europa nach. Zwickau gilt als Kandidat fĂŒr ein solches Joint Venture. Die sĂ€chsische Landesregierung setzt darauf, dass eine Kooperation ArbeitsplĂ€tze sichert und die Fertigungslinien langfristig auslastet.
Branchenkenner beobachten seit Monaten, dass chinesische Hersteller nach Wegen suchen, die ZollhĂŒrden zu umgehen. Eine lokale Produktion in bestehenden deutschen Werken wĂ€re die naheliegendste Lösung â wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fĂŒr beide Seiten stimmen.
Merz bremst die Erwartungen
WĂ€hrend chinesische Hersteller nach europĂ€ischen ProduktionskapazitĂ€ten suchen, droht deutschen Werken ohne Kooperation die Unterauslastung. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihr Werk fĂŒr Joint Ventures positionieren und rechtliche Fallstricke vermeiden. Joint-Venture-Leitfaden jetzt sichern
Im Bundeskanzleramt stöĂt der Plan auf Skepsis. Kanzler Friedrich Merz Ă€uĂerte sich bereits am Mittwoch kritisch. Er bezeichnete den möglichen Einstieg chinesischer Autobauer in deutsche Werke als âNotlösungâ.
Nach Merzâ Ansicht lösen auslĂ€ndische Partner die strukturellen Probleme der deutschen Autoindustrie nicht. Statt auf kurzfristige Kooperationen zu setzen, mĂŒsse die Branche ihre grundlegenden Herausforderungen angehen.
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