Abnehmen, Krafttraining

Abnehmen ab 40: Krafttraining schlÀgt Cardio um bis zu 30%

28.06.2026 - 10:35:36 | boerse-global.de

MĂ€nner ab 40 scheitern oft an falschen Strategien. Krafttraining statt Cardio und ausreichend Protein sind die SchlĂŒssel zum Erfolg.

Abnehmen ab 40: Warum Krafttraining entscheidend ist
Abnehmen - Ein Mann mittleren Alters beim Krafttraining im Fitnessstudio, Gewichte hebend, mit fokussiertem und entschlossenem Ausdruck. 28.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Biologische VerĂ€nderungen treffen auf methodische Fehler – und oft auch auf psychologische Fallstricke. Aktuelle Analysen von Ende Juni 2026 zeigen: Viele setzen auf die falsche Strategie.

Der grĂ¶ĂŸte Fehler: Nur Cardio statt Krafttraining

Ein zentrales Problem ist die Überfokussierung auf Ausdauersport. Dabei wird Krafttraining strĂ€flich vernachlĂ€ssigt. Doch genau der Erhalt der Muskelmasse ist entscheidend fĂŒr den Grundumsatz. Experten empfehlen mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche mit Gewichten, WiderstandsbĂ€ndern oder dem eigenen Körpergewicht.

Dass körperliche VitalitĂ€t bis ins hohe Alter möglich ist, zeigt ein 98-jĂ€hriger Brite. Er absolviert tĂ€glich 40 LiegestĂŒtze und betont die Bedeutung von Körperspannung.

ErnÀhrung: Radikaler Verzicht schadet

Viele MĂ€nner setzen auf zu radikale Verzichtsstrategien. Besonders die Proteinzufuhr bleibt auf der Strecke – dabei ist sie essenziell fĂŒr den Muskelerhalt. Auch Schlafmangel wird hĂ€ufig unterschĂ€tzt. Er stört die hormonelle Regulation des HungergefĂŒhls und sabotiert so die AbnehmbemĂŒhungen.

Neue Medikamente: Hoffnung mit Haken

Der Wirkstoff Retatrutid von Eli Lilly zeigt in Studien beeindruckende Ergebnisse: Nach 80 Wochen verloren Patienten bis zu 28 Prozent ihres Gewichts. Auch Konkurrent Novo Nordisk arbeitet an Kombinationstherapien wie CagriSema. Orforglipron (Foundayo) erzielte in ATTAIN-Studien Gewichtsreduktionen zwischen 14,1 und 14,4 Prozent.

Doch die Kosten sind hoch: Rund 250 Euro monatlich. Und die Erstattungspraxis ist europaweit restriktiv. Frankreich ĂŒbernimmt die Kosten seit dem 15. Juni 2026 bei schwerer Adipositas. In Österreich leistet die ÖGK nur in AusnahmefĂ€llen Zahlungen.

GLP-1-Wirkstoffe: Mehr als nur Gewichtsverlust

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Viele MĂ€nner ab 40 setzen auf reines Cardio – und landen im Abnehm-Plateau. Dabei ist Krafttraining der SchlĂŒssel: Es erhĂ€lt die Muskelmasse, steigert den Grundumsatz und senkt die Sterblichkeit um bis zu 12 Prozent. Starten Sie noch heute mit dem richtigen Plan. Krafttrainings-Guide jetzt kostenlos anfordern

Analysen der University of Pennsylvania deuten darauf hin, dass GLP-1-Wirkstoffe das Risiko fĂŒr bestimmte Krebserkrankungen und venöse Thromboembolien senken könnten. Ein willkommener Nebeneffekt.

Adipositas als chronische Erkrankung

Auf dem 1. Fuldaer Adipositas-Tag Ende Juni 2026 wurde klar: Adipositas braucht eine lebenslange Perspektive. Die Basistherapie umfasst ErnÀhrungsumstellung, 10.000 Schritte tÀglich sowie eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Psychosomatische Faktoren wie Frustessen spielen eine wesentliche Rolle.

Erst wenn diese Basis ausgeschöpft ist, sollten Medikamente oder bei einem BMI ĂŒber 40 chirurgische Eingriffe in Betracht gezogen werden.

Die psychologische Komponente

Eine Metastudie der UniversitĂ€ten Kaiserslautern-Landau und Kassel beleuchtet die psychologische Seite bei MĂ€nnern. Die Auswertung von 123 Experimenten mit knapp 20.000 Teilnehmern ergab: FĂŒhlen sich MĂ€nner in ihrem MĂ€nnlichkeitsbild bedroht, reagieren sie hĂ€ufig mit emotionalem Stress, Ärger oder Aggression. Solche Reaktionen können auch den Umgang mit GesundheitsratschlĂ€gen erschweren.

Krafttraining senkt Sterblichkeit

Eine Studie in JAMA Network Open begleitete Frauen zwischen 63 und 99 Jahren ĂŒber acht Jahre. Ergebnis: Höhere Muskelkraft war mit einer um 12 Prozent niedrigeren Sterblichkeit verbunden – unabhĂ€ngig vom restlichen AktivitĂ€tsniveau. Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt Erwachsenen daher zweimal wöchentlich Krafttraining. Das senkt das Risiko fĂŒr Herzkrankheiten, SchlaganfĂ€lle und Krebs um bis zu 30 Prozent.

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Kleine Helfer im Alltag

Auch einfache Gewohnheiten können positive Effekte erzielen. Eine Übersichtsarbeit der Kansai Medical University deutet darauf hin, dass regelmĂ€ĂŸiger Kaffeekonsum das Risiko fĂŒr Leberzellkarzinome dosisabhĂ€ngig reduzieren kann. Besonders ungefilterte Zubereitungen wie Espresso enthalten bioaktive Stoffe, die ĂŒber epigenetische Mechanismen leberschĂŒtzend wirken könnten.

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