Alzheimer-Forschung, NIH

Alzheimer-Forschung: NIH fördert Studie zu 18 Metallen mit 4,1 Millionen Dollar

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 01:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein NIH-Zuschuss finanziert die Analyse von 18 Metallen und Langzeitdaten auf mögliche Verbindungen zu kognitivem Abbau und Alzheimer.
Ein klinisches Labor mit präzisen wissenschaftlichen Instrumenten und Glasgefäßen auf einem Edelstahltisch. Illustration mit AI erstellt.

Die Rolle von Umweltfaktoren bei neurodegenerativen Erkrankungen rückt zunehmend in das Blickfeld der medizinischen Forschung. Am 28. Oktober 2026 erhielt die UMass Chan Medical School im US-amerikanischen Worcester eine Förderzusage der National Institutes of Health (NIH) über 4,1 Millionen US-Dollar.

Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, inwieweit die Exposition gegenüber verschiedenen Metallen den kognitiven Verfall sowie das Risiko für Alzheimer-Demenz beeinflusst. Das Projekt wird von Dr. Honghuang Lin geleitet, dem Co-Direktor des Programms für Digitale Medizin an der UMass Chan Medical School.

Langzeitdaten der Framingham-Herzstudie als Basis

Für die Untersuchung greift das Forschungsteam auf eine der umfassendsten epidemiologischen Datenquellen zurück: analysiert werden Blutproben und Gesundheitsdaten von über 3.000 Teilnehmenden der renommierten Framingham Heart Study.

Diese historische Kohortenstudie wurde im Jahr 1948 mit ursprünglich 5.209 Männern und Frauen im Alter zwischen 30 und 62 Jahren gestartet und später um die nachfolgenden Generationen erweitert.

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Durch regelmäßige Nachuntersuchungen in Intervallen von zwei bis sechs Jahren liefert das Projekt eine fundierte Datengrundlage mit einer Nachbeobachtungszeit über sieben Jahrzehnte. Anhand dieses Materials wollen die Forschenden nachvollziehen, wie sich Umweltbelastungen über lange Lebensabschnitte hinweg auf die Gehirngesundheit auswirken.

Untersuchung von 18 Metallen und genetischen Faktoren

Im Rahmen des Vorhabens an der UMass Chan Medical School werden insgesamt 18 Metalle gemessen. Dazu zählen unter anderem Cadmium, Zink und Mangan. Die Wissenschaftler prüfen systematisch, ob messbare Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Konzentrationen im Organismus, Veränderungen der Hirnstruktur und dem Auftreten von Demenzerkrankungen bestehen. Konkrete Ergebnisse der Analysen stehen derzeit noch aus.

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Dr. Honghuang Lin wies darauf hin, dass die Aufnahme und die biologische Verarbeitung von Metallen möglicherweise mit individuellen genetischen Faktoren interagieren.

Ein vertieftes Verständnis dieser Mechanismen könnte künftig als Grundlage dienen, um gezielte Schutz- und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Die Relevanz präventiver Ansätze ist hoch: Bei Personen ab 65 Jahren zählt die Alzheimer-Krankheit bereits zu den fünf häufigsten Todesursachen.

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