Apple, Millionen

Apple einigt sich auf 250 Millionen Euro in KI-Streit

07.05.2026 - 02:46:16 | boerse-global.de

Apple zahlt 250 Mio. Euro im Streit um nicht gelieferte KI-Funktionen. Millionen iPhone-Käufer erhalten voraussichtlich bis zu 88 Euro pro Gerät.

Apple einigt sich auf 250 Millionen Euro in KI-Streit - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Apple einigt sich auf 250 Millionen Euro in KI-Streit - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Millionen Kunden winken Zahlungen.**

Apple hat sich in einer Sammelklage zu einer Zahlung von 250 Millionen Euro bereit erklärt. Der Vorwurf: Der Konzern habe Kunden mit „Apple Intelligence“-Features ködern wollen, die zum Kaufzeitpunkt gar nicht existierten. Die vorläufige Einigung wurde am Dienstag beim zuständigen Bundesgericht in Kalifornien eingereicht. Apple räumt damit kein Fehlverhalten ein, will aber den Rechtsstreit beenden. Das Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen.

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Wer bekommt Geld – und wie viel?

Der Vergleich betrifft rund 37 Millionen Geräte, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 in den USA verkauft wurden. Konkret geht es um die gesamte iPhone-16-Reihe – Standard, Plus, Pro und Pro Max – sowie die Modelle iPhone 15 Pro und 15 Pro Max.

Die Anwälte der Kläger rechnen mit einer Zahlung von umgerechnet etwa 23 Euro pro berechtigtem Gerät. Dieser Betrag könnte jedoch steigen – auf bis zu 88 Euro – wenn weniger Ansprüche geltend gemacht werden als erwartet. Eine spezielle Website soll den Prozess in den kommenden Wochen erleichtern. Berechtigte Kunden sollen per E-Mail oder Post benachrichtigt werden, sobald das Gericht grünes Licht gibt.

Das Versprechen, das nie eingelöst wurde

Im Zentrum des Streits steht Apples Marketingkampagne für „Apple Intelligence“. Vorgestellt wurde das System auf der Entwicklerkonferenz im Juni 2024. Die Werbung – unter anderem mit Schauspielerin Bella Ramsey – zeigte eine hochintelligente Siri, die persönliche Zusammenhänge versteht und komplexe Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigt.

Viele Kunden kauften das iPhone 16 genau deshalb. Doch als die Geräte im September 2024 ausgeliefert wurden, fehlten die versprochenen Funktionen. Interne Verzögerungen schoben die vollständige Siri-Überarbeitung ins Jahr 2026. Die US-Werbeaufsicht stellte zudem fest, dass Apples Anzeigen fälschlich den Eindruck erweckten, die KI-Funktionen seien bereits verfügbar. Anfang 2025 zog Apple die umstrittenen Spots zurück.

Apples Strategie: Phasenweise Auslieferung

Der Konzern argumentierte stets, von Anfang an klargemacht zu haben, dass die KI-Funktionen schrittweise kommen wĂĽrden. Ein Sprecher betonte, der Vergleich diene dazu, sich wieder auf die Produktentwicklung zu konzentrieren.

Die Verzögerung zeigt jedoch, wie schwer sich Apple im Wettlauf um generative KI tut. Während der Konzern im Laufe des Jahres 2025 einfache Text- und Bildbearbeitungswerkzeuge nachlieferte, erwies sich die tief integrierte, kontextbewusste Siri als hartnäckiges Problem. Branchenbeobachter berichten, Apple setze nun auf eine Partnerschaft mit Google, um mit dessen Gemini-Modellen die versprochenen Funktionen endlich auszuliefern – geplant für das kommende iOS 27 noch in diesem Jahr.

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Trotz der Schwierigkeiten bleibt Apples Finanzlage stark. Im Oktober 2025 erreichte der Konzern eine Marktbewertung von vier Billionen Euro.

Nächste Schritte und Bedeutung für die Branche

Richterin Noël Wise vom zuständigen Bundesgericht prüft den Vergleich nun. Eine Anhörung zur vorläufigen Genehmigung ist für den 17. Juni 2026 anzusetzten. Findet sie die Einigung fair, startet das Antragsverfahren.

Rechtsexperten sehen den Fall als wegweisend für die Technologiebranche. Immer mehr Unternehmen bewerben KI-Funktionen, die erst später kommen sollen, um den Verkauf neuer Hardware anzukurbeln. Für Apple selbst räumt der Vergleich ein erhebliches rechtliches Hindernis aus dem Weg – auch wenn der Konzern weiterhin mit Kartellverfahren und handelspolitischen Spannungen zu kämpfen hat. Betroffene Kunden sollten die offiziellen Kanäle im Auge behalten, um ihren Anteil am Vergleichsfonds zu sichern.

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