Atemrhythmus 2:8: Studie belegt Parasympathikus-Aktivierung und mutigere Entscheidungen
21.06.2026 - 09:11:36 | boerse-global.de
Aktuelle Forschung zeigt: Die Wirkung geht weit über die Matte hinaus.
Dehnübungen und Praktiken wie Yoga haben eine messbare Wirkung auf das Nervensystem. Sie senken Stresshormone und verbessern die Stressresistenz. Das belegen Analysen aus dem Juni 2026.
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So wirkt Stretching auf den Körper
Regelmäßiges Dehnen aktiviert den Parasympathikus – den Teil des Nervensystems, der für Erholung zuständig ist. Wenn sich Muskeln lösen, signalisiert das dem Gehirn Sicherheit. Die Folge: Der Körper baut Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ab.
Wissenschaftliche Studien belegen zudem positive Effekte auf den Blutdruck, die Schlafqualität und die allgemeine Resilienz. Verfahren wie Yoga, Pilates oder Tai Chi kombinieren diese physischen Reize mit mentaler Fokussierung.
Atemtechnik mit überraschender Wirkung
Eine im Juni 2026 im Fachjournal „Neuron“ veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und der Charité Berlin untersuchte die Auswirkungen spezifischer Atemrhythmen auf das Gehirn.
Die Forscher ließen 41 Probanden in einem bestimmten Rhythmus atmen: zwei Sekunden ein, acht Sekunden aus. Das Ergebnis: Die verlängerte Ausatmung verlangsamte den Herzschlag und erhöhte die Herzratenvariabilität. Gleichzeitig aktivierte sich der Parasympathikus – und die Teilnehmer trafen mutigere, stärker belohnungsorientierte Entscheidungen.
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Psychologische Psychotherapeutin Elisa Holderied bestätigt: Die bewusste Verlängerung der Ausatmung ist ein effektives Mittel für mehr innere Balance.
Von der UN bis nach Bernau
Die Vereinten Nationen erkennen Yoga offiziell als ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit und Wohlbefinden an. Im Juni 2026 zeigte sich das in einer Großveranstaltung in der vietnamesischen Provinz Quang Ninh. Unter dem Motto „Yoga – Gesund leben durch die Jahre“ nahmen fast 3.000 Praktizierende und Lehrkräfte teil.
Auch lokal gewinnen spezialisierte Präventionsangebote an Bedeutung. In Bernau bei Berlin etwa bietet Kursleiterin Christina Schmeling sanfte Gymnastik und Dehnung an. Ihr Ziel: gestressten Menschen den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Routine erleichtern.
Yogalehrerin Jessica Megow rät zudem zu kleinen Pausen zur Körperwahrnehmung und Achtsamkeit im Alltag. Die Botschaft: Schon wenige Minuten können die psychische Gesundheit langfristig unterstützen.
