Ballaststoffe: 30 Gramm tĂ€glich schĂŒtzen Rheuma-Patienten
Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 17:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neben der klassischen Rheuma-Therapie rĂŒcken Herz-Kreislauf-Risiken und ErnĂ€hrung immer stĂ€rker in den Fokus. Mitte 2026 zeichnet sich ein klarer Trend ab: Wer seinen Stoffwechsel kontrolliert und Ballaststoffe isst, tut seiner Gesundheit etwas Gutes.
Herzinfarkt-Risiko: Rheuma-Patienten sind gefÀhrdet wie Diabetiker
Im Juni 2026 erschien die neue S3-Leitlinie zum Management kardiovaskulĂ€rer Risiken bei Rheuma. FederfĂŒhrend war die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Rheumatologie (DGRh), koordiniert von Prof. Jan Leipe vom UKSH Kiel. Die Kernbotschaft: Das Risiko fĂŒr Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz ist bei Rheuma-Patienten genauso hoch wie bei Diabetikern.
Die Leitlinie fordert eine strukturierte Erfassung klassischer Risikofaktoren â Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Rauchen und Ăbergewicht. Die Behandlung soll interdisziplinĂ€r laufen: Rheumatologen arbeiten mit Kardiologen, Angiologen und Diabetologen zusammen.
Entscheidend ist die optimale Kontrolle der rheumatischen EntzĂŒndung. Glukokortikoide und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sollen nur niedrig dosiert und kurzzeitig eingesetzt werden.
âFibermaxxing": Warum Ballaststoffe jetzt boomen
Parallel zu den klinischen Leitlinien rĂŒckt die ErnĂ€hrung in den Vordergrund. Der Trendbegriff âFibermaxxing" steht fĂŒr Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen und Proteinen sind. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe tĂ€glich. Der Durchschnittsdeutsche liegt bei mageren 18 bis 19 Gramm.
HĂŒlsenfrĂŒchte gelten als effiziente Quellen: Eine halbe Tasse Linsen liefert rund 9 Gramm Protein und 8 Gramm Ballaststoffe. Auch Tempeh, NĂŒsse, Samen und Vollkornprodukte wie Quinoa werden empfohlen. Die Kombination fördert die Darmgesundheit und reguliert den Blutzuckerspiegel â das entlastet das Herz-Kreislauf-System.
Die neue S3-Leitlinie zeigt: Rheuma-Patienten haben ein Herzinfarkt-Risiko wie Diabetiker. Mit 30g Ballaststoffen tÀglich können Sie gegensteuern. Unser kostenloser ErnÀhrungsplan zeigt Ihnen, wie das gelingt. Jetzt kostenlosen ErnÀhrungsplan anfordern
PerillablÀtter: HoffnungstrÀger mit Risiken
ErgÀnzend zur BasisernÀhrung zeigen Untersuchungen das Potenzial von PerillablÀttern. Sie sind reich an RosmarinsÀure und Flavonoiden und könnten rheumatische Beschwerden lindern. Doch Fachleute warnen vor unkontrollierter Selbstmedikation.
Ein Fall aus Hanoi macht die Gefahren deutlich: Ein Patient ersetzte seine Diabetes-Medikation eigenmĂ€chtig durch GuavenblĂ€ttertee â mit dramatischer Verschlechterung seines Zustands.
Neue Erkenntnisse zu MagensÀureblockern
Auch Medikamentennebenwirkungen rĂŒcken in den Fokus. Studien aus 2026 zeigen: Die Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) erhöht das Demenzrisiko um ĂŒber 40 Prozent. Als Alternativen diskutieren Fachleute AntirefluxdiĂ€ten und den Einsatz von H2-Blockern.
Viele Rheuma-Patienten greifen zu Naturmitteln wie PerillablĂ€ttern â doch unkontrollierte Selbstmedikation birgt Risiken. Unser Leitfaden hilft Ihnen, gefĂ€hrliche Wechselwirkungen zu vermeiden und stattdessen mit Ballaststoffen Ihr Herz zu schĂŒtzen. Leitfaden jetzt sichern
Immuntherapie gegen Kniearthrose in der Pipeline
Ein vielversprechendes Projekt namens Peptinov untersucht die Neutralisierung des Zytokins IL-6. In einer Phase-II-Studie mit 204 Patienten in fĂŒnf europĂ€ischen LĂ€ndern testen Forscher den Ansatz gegen Kniearthrose. Ergebnisse werden in den kommenden Jahren erwartet.
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