Ballaststoffe: Frauen nehmen täglich nur 18 statt 30 Gramm auf
03.07.2026 - 01:27:43 | boerse-global.de
Fibermaxxing: Der Trend zu mehr Ballaststoffen
In sozialen Medien kursiert der Begriff „Fibermaxxing“ – dahinter steckt ein ernstes Thema: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Die Realität sieht anders aus: Frauen nehmen im Schnitt nur 18 Gramm zu sich, Männer 19 Gramm.
Hülsenfrüchte könnten die Lücke schließen. Mehle aus Körnererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen oder Sojabohnen liefern pro 100 Gramm zwischen 10 und 36 Gramm Ballaststoffe – plus 23 bis 38 Gramm Protein. Auch Haferkleie ist im Kommen: 15 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und Beta-Glucane, die den Cholesterinspiegel regulieren. Experten empfehlen 30 bis 40 Gramm täglich.
Fermentierte Lebensmittel erleben ein Comeback
Sauerkraut, Kimchi und Kombucha boomen – vor allem in den USA. Der deutsche Hersteller Hengstenberg verzeichnet vermehrt Direktanfragen aus den Vereinigten Staaten. Prominente Gesundheits-Influencer befeuern den Trend.
Das Konzept der „Plant Points“ setzt auf Vielfalt: Mindestens 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche sollen die Darmflora fördern. Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse und Samen werden nach einem Punktesystem gewichtet.
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Superfoods: Von Algen bis Matcha
Spirulina wird wegen seines Proteingehalts geschätzt, Rotalgen wie Nori liefern als eine der wenigen pflanzlichen Quellen Vitamin B12. Matcha-Tee erobert den europäischen Markt: Die Schweizer Manufaktur London Tea brachte Anfang Juli 2026 eine spezialisierte Linie unter dem Label Teishu auf den Markt. Matcha enthält viele Antioxidantien und L-Theanin – Ergebnis der Beschattung vor der Ernte.
Auch heimische Produkte legen zu: Die Strauchbeeren-Ernte in Deutschland stieg 2025 um 23,5 Prozent auf 45.700 Tonnen. Kulturheidelbeeren legten um 14,4 Prozent zu. Ihr Gehalt an Anthocyanen, Vitamin C und Mangan macht sie besonders wertvoll.
Schärfere Regeln für die Lebensmittelindustrie
Seit Januar 2026 gilt in Deutschland ein verschärfter Nutri-Score. Backwaren, Fertiggerichte und zuckerhaltige Getränke werden strenger bewertet, Olivenöl besser eingestuft. Bekannte Markenprodukte erhielten schlechtere Noten – der Druck auf die Industrie zur Rezeptur-Reformulierung steigt.
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Ă–sterreich senkt Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel
Seit Juli 2026 gilt in Ă–sterreich ein reduzierter Steuersatz: Milch, Eier, GemĂĽse, Obst und Brot werden nur noch mit 4,9 Prozent besteuert, statt bisher 10 Prozent. Erste Erhebungen bei Discountern zeigen: Die Senkung wird ĂĽberwiegend an die Kunden weitergegeben. Der bĂĽrokratische Aufwand fĂĽr den Handel ist allerdings hoch. Ein Preisvergleich ergab zudem: Trotz der Steuersenkung bleibt der Einkauf in Deutschland leicht gĂĽnstiger.
