Depressionen bei Kindern: 27% der Mädchen betroffen
06.07.2026 - 03:21:43 | boerse-global.de
Laut DAK-Präventionsradar verfügen 84 Prozent der Schüler nur über eine niedrige oder moderate Gesundheitskompetenz. Sie können Gesundheitsinformationen kaum finden, bewerten oder anwenden.
Erschöpfung und Depressionen nehmen zu
Die Folgen sind deutlich spürbar: 65 Prozent der befragten Schulkinder fühlen sich erschöpft. Besonders betroffen sind Mädchen – 27 Prozent von ihnen leiden unter depressiven Symptomen. DAK-Chef Storm fordert deshalb ein eigenes Schulfach Gesundheit.
Die Studie basiert auf einer Befragung von 26.586 SchĂĽlern der Klassen 5 bis 10 an 116 Schulen bundesweit.
Smartphones: Jedes dritte Kind zeigt Suchtverhalten
Bereits Achtjährige werden in Spezialambulanzen wegen problematischer Mediennutzung behandelt. Jedes zweite Kind zwischen acht und neun Jahren besitzt ein eigenes Smartphone. Jedes dritte zeigt eine problematische Nutzung.
Die Diagnosekriterien sind klar: Kontrollverlust, Vernachlässigung anderer Aktivitäten und weiternutzen trotz negativer Folgen über zwölf Monate.
Ein Projekt an der Mannlich-Realschule in Zweibrücken zeigt erste Ansätze. 16 Fünftklässler verzichteten ein Schuljahr lang auf ihr Handy. Die Ergebnisse? Keine signifikanten Unterschiede bei Schlaf oder Noten – aber Vorteile bei Konzentration und im Informatikunterricht.
Soziale Defizite schon vor der Schule
Die Probleme beginnen früh. In Osnabrück fehlen Kitaplätze – mit dramatischen Folgen. Erstklässler ohne Kitabesuch können sich oft nicht in den Stuhlkreis integrieren. Die Sozialkompetenzen fehlen.
27% der Mädchen leiden unter depressiven Symptomen, 65% der Schulkinder fühlen sich erschöpft. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Frühwarnzeichen erkennen und die Mediennutzung Ihres Kindes gesund gestalten. Jetzt kostenlosen Eltern-Ratgeber anfordern
Auch später nehmen die Probleme zu. In der Region Leusden steigen die Schulverweigerungsfälle. Ursachen: psychische Probleme und Schultraumata.
Bayern setzt auf auĂźerschulische Lernorte
Seit dem Schuljahr 2020/21 betreibt Bayern die Plattform „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ (AKO). 1.575 Bildungsangebote von über 1.100 landwirtschaftlichen Betrieben stehen bereit. Projekttage zu Ernährung und Lebensgestaltung sollen helfen.
Pflegerat fordert neue Strukturen
Der Deutsche Pflegerat warnt: Ohne Pflegefachpersonen und Hebammen bleibt Prävention wirkungslos. Gefordert werden Community Health Nurses und School Health Nurses für die direkte Versorgung vor Ort.
Scharlach-Welle: Diagnosen vervierfacht
Eine Sonderanalyse der DAK für 2023 zeigt einen massiven Anstieg von Scharlach-Diagnosen bei Kindern zwischen 1 und 14 Jahren. Die Rate stieg von 9,6 auf 39,1 Fälle pro 1.000 Kinder – eine Vervierfachung. Bei den 10- bis 14-Jährigen betrug der Anstieg sogar 412 Prozent.
Experten werten dies als Nachholeffekt nach der Pandemie. Die Forderung: eine stabilere Versorgung mit Penicillin.
Jedes dritte Kind zeigt problematische Smartphone-Nutzung – oft unbemerkt. Erfahren Sie in diesem Leitfaden, wie Sie Suchtverhalten frühzeitig erkennen und gegensteuern, bevor negative Folgen auftreten. Smartphone-Risiken erkennen – Ratgeber sichern
Krankenstand: Streit um Attestpflicht
Politische Pläne sehen eine Attestpflicht ab dem ersten Tag und die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung vor. Krankenkassen und Ökonomen warnen vor Mehraufwand für Arztpraxen. Als Alternative wird die Teilkrankschreibung diskutiert – für eine flexiblere Rückkehr in den Job.
