Grafikkarten-Rückkehr, Manli

Grafikkarten-Rückkehr: Manli bringt RTX 3060 für 299 Euro zurück

14.06.2026 - 12:16:03 | boerse-global.de

Wegen explodierender GDDR7-Preise bringt Manli die beliebte RTX 3060 zurück. Auch andere Hersteller planen Neuauflagen alter Modelle.

Manli reaktiviert RTX 3060: Grafikkarten-Krise durch Speichermangel
Grafikkarten-Rückkehr - Close-up of a modern GeForce RTX 30 series GPU, glowing blue, emphasizing its intricate design and cooling system. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grafikkarten-Hersteller Manli bringt die alten GeForce-Modelle zurück – Grund ist die anhaltende Krise bei modernen Speicherchips.

Die Entscheidung fällt mitten in einer Branche, die unter explodierenden Kosten für GDDR7-Speicher leidet. Während Highend-Karten wie die kürzlich vorgestellte AX Gaming GeForce RTX 5070 Sakura Limited Edition auf die neueste Speichergeneration setzen, greifen Hersteller nun zu einer ungewöhnlichen Notlösung: Sie reaktivieren bewährte Technik.

Rückkehr zur Ampere-Architektur

Anzeige: Wer jetzt noch auf eine neue Grafikkarte wartet, zahlt bald drauf: GDDR7-Speicher wird immer teurer, die Lieferketten bleiben angespannt. Manli bringt deshalb die bewährte RTX 3060 mit 12 GB für nur 299 Euro zurück – ein echtes Schnäppchen in der Krise. Jetzt kostenlosen Report mit Kauf-Tipps sichern

Manli setzt auf die bewährte 8nm-Fertigung von Samsung. Die neu aufgelegte GeForce RTX 3060 12GB M2521+N630 kommt als Mittelklasse-Lösung für 299,99 Euro auf den Markt. Laut aktuellen Steam-Umfragen ist die RTX 3060 nach wie vor die beliebteste Grafikkarte unter Spielern – Jahre nach ihrem ursprünglichen Debüt.

Die GeForce RTX 3050 Nebula Twin mit 6GB GDDR6-Speicher und einer Leistungsaufnahme von nur 70 Watt soll preisbewusste Käufer ansprechen. Ihr Preis: 239,99 Euro.

Doch Manli ist nicht allein. Auch andere große Anbieter wie ASUS, Colorful, Galax und MSI bereiten eigenen Produktionslinien für die RTX 3060 vor. Die ersten Karten sollen ab Juli 2026 verfügbar sein.

Speicherkrise trifft die gesamte Branche

Die Hintergründe sind dramatisch: Die Preise für GDDR7-Speicher sind zuletzt massiv gestiegen, gleichzeitig leiden die Lieferketten unter Engpässen. Die Xbox-Chefin Asha Sharma erklärte kürzlich, dass ihr Unternehmen 2027 voraussichtlich das Fünffache für Speicher und Datenträger zahlen werde als noch vor zwei Jahren. Sie bezeichnete die aktuelle Kostenentwicklung als „nicht tragbar".

Der südkoreanische Chipriese SK Hynix reagiert mit einem radikalen Ausbauplan: Bis 2031 soll die Wafer-Kapazität verdoppelt werden, bis 2034 die Produktion von DRAM und NAND sogar verdreifacht. Die üblichen 20-Jahres-Expansionszyklen will das Unternehmen auf nur acht Jahre komprimieren.

Anzeige: Die RTX 3060 ist laut Steam-Umfragen die beliebteste Grafikkarte unter Spielern – und jetzt wieder neu für 299 Euro erhältlich. Doch die Stückzahlen sind begrenzt, andere Hersteller wie ASUS und MSI ziehen nach. Wer zu lange zögert, steht wieder vor leeren Regalen. Sichern Sie sich Ihren Platz – kostenlosen Report anfordern

Spieleindustrie stützt Nachfrage

Dass die alten Karten nicht völlig veraltet sind, zeigen die Systemanforderungen für kommende Spiele. Der Titel S.T.A.L.K.E.R. 2: Cost of Hope, der für Sommer 2026 angekündigt ist, verlangt für 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde auf „Epic"-Einstellungen ausgerechnet eine RTX 3060 mit 12GB.

Während die Hersteller also in die Vergangenheit schauen, blickt NVIDIA bereits weiter: Mitte Juni 2026 gab das Unternehmen Details zur Vera-Rubin-Architektur bekannt, die vor allem im Rechenzentrum für deutliche Leistungssprünge sorgen soll. Die Produktion der Rubin-basierten Chips mit HBM4-Speicher soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen – neue Grafikkarten für Spieler wurden im Rahmen dieser Ankündigung allerdings nicht genannt.

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