Deutschland, Umwelt

Weniger wassergefÀhrdenden Schadstoffe gelangen in Umwelt

04.11.2025 - 09:54:56

GĂŒlle, Heizöl, Diesel und Co: Bei UnfĂ€llen sind deutlich weniger wassergefĂ€hrdende Schadstoffe ausgetreten. Wie oft war das Grundwasser betroffen - und unmittelbar die Wasserversorgung?

Bei UnfĂ€llen sind im vergangenen Jahr rund 6,5 Millionen Liter wassergefĂ€hrdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten. Das waren knapp 70 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Rund ein Drittel der im Jahr 2024 freigesetzten Schadstoffe gingen auf nur zwei UnfĂ€lle zurĂŒck.

Zahl der UnfÀlle auf niedrigstem Stand seit 2010

Die Gesamtzahl dieser UnfÀlle sank den Angaben zufolge um rund 18 Prozent auf 1.542. Das sei der niedrigste Stand seit dem Jahr 2010.

Etwa zwei Millionen Liter der ausgetretenen Stoffe konnten laut den Daten nicht wiedergewonnen werden und verblieben dauerhaft in der Umwelt, ein Jahr zuvor waren es noch rund 3,3 Millionen Liter. «Starke Schwankungen in der Zeitreihe sind nicht ungewöhnlich, da die ausgetretenen und in der Umwelt verbliebenen Schadstoffmengen von der Art und Schwere der UnfÀlle abhÀngig sind», erklÀrten die Statistiker. 

Welche Schadstoffe gelangten in die Umwelt?

Der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil (rund 79 Prozent) der in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe entfiel auf sogenannte «allgemein wassergefĂ€hrdende» Stoffe. Dazu gehören vor allem Jauche, GĂŒlle und Silagesickersaft. Rund 13 Prozent waren «deutlich wassergefĂ€hrdende» wie etwa Heizöl oder Dieselkraftstoff. Jeweils 2,1 Prozent entfielen auf «schwach wassergefĂ€hrdende» Stoffe (zum Beispiel Ethanol oder Natronlauge) oder «stark wassergefĂ€hrdende» Stoffe wie Quecksilber oder Benzin. Die restlichen Stoffmengen konnten demnach nicht eingestuft werden.

Bei 610 UnfÀllen im vergangenen Jahr wurde mindestens ein GewÀsser direkt von freigesetzten Schadstoffen verunreinigt. «In 359 FÀllen gelangten Schadstoffe in ein OberflÀchengewÀsser, beispielsweise einen Fluss oder einen See», erklÀrten die Statistiker. In 321 FÀllen sei die Kanalisation betroffen gewesen. 35 Mal das Grundwasser - und in drei FÀllen unmittelbar die Wasserversorgung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

E-Autos werden hauptsĂ€chlich von Immobilienbesitzern gekauft. Daten der HUK Coburg zeigen: Bislang fahren fast nur ImmobilieneigentĂŒmer elektrisch. Ein neuer Zuschuss soll auch Mittel- und Geringverdienern Elektroautos schmackhaft machen. (Wirtschaft, 10.02.2026 - 05:00) weiterlesen...

Vor 25 Jahren: Toyota bringt ersten Hybrid nach Deutschland. Was ihn so besonders machte und warum er trotzdem nie ein Verkaufsrenner wurde. Lautlos ĂŒber den Parkplatz: Der Prius war 2001 der erste Hybrid auf deutschen Straßen. (Wirtschaft, 10.02.2026 - 04:00) weiterlesen...

Neue Expedition des Forschungsschiffs «Polarstern». Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung fĂŒr das globale Klima- und Ozeansystem. Geplant sind Untersuchungen zum rapiden Wandel von Meereis und Ökosystemen im antarktischen Weddellmeer. (Wissenschaft, 07.02.2026 - 12:10) weiterlesen...

Großer Salzwassereinbruch aus Nordsee in Ostsee möglich. Als Binnenmeer ist die Ostsee auf SalzwassereinbrĂŒche aus der Nordsee angewiesen. Derzeit stehen die Chancen dafĂŒr außergewöhnlich gut. Der Wasserstand der Ostsee ist auf einem historischen Tiefstand. (Wissenschaft, 06.02.2026 - 13:00) weiterlesen...

BMW kooperiert mit Lidl-Schwester PreZero beim Recycling. Dabei geht es um die Umwelt - aber nicht nur. Altfahrzeuge als Schatztruhe: BMW und PreZero entwickeln neue Wege, um ausgediente Autos lÀnger als Rohstofflieferanten zu nutzen. (Wirtschaft, 05.02.2026 - 12:00) weiterlesen...