Hackerangriff, Banken

Hackerangriff auf vier iranische Banken: Black Wolves legt Zahlungsverkehr lahm

14.06.2026 - 17:36:50 | boerse-global.de

Ein koordinierter Cyberangriff traf vier große iranische Staatsbanken und beeinträchtigte deren Online-Dienste sowie Geldautomaten massiv.

Hackerangriff auf iranische Staatsbanken legt Zahlungssysteme lahm
Hackerangriff - Abstrakte Darstellung eines Cyberangriffs mit leuchtenden Codezeilen und verschwommenen Bankgebäuden im Hintergrund. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am heutigen Sonntag hat ein massiver Hackerangriff die IT-Infrastruktur von vier großen iranischen Staatsbanken getroffen. Die Attacke legte Online-Dienste, Geldautomaten und Kartenzahlungen im ganzen Land lahm.

Betroffen sind die Bank Melli Iran, die Bank Tejarat, die Bank Saderat und die Export Development Bank of Iran. Im Fokus der Angreifer stand eine gemeinsame Kommunikationsplattform, die alle vier Institute nutzen.

Mobile Banking und Geldautomaten ausgefallen

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Die Folgen waren weitreichend: Kunden konnten weder auf ihre mobilen Banking-Apps noch auf die Online-Portale der Banken zugreifen. In Teheran und anderen Städten fielen zudem Geldautomaten und Kartenzahlungsterminals aus. Besonders der Zahlungsverkehr über EC- und Kreditkarten war stark beeinträchtigt.

Nach Angaben des Bankenkoordinierungskomitees blieben die Kundendaten jedoch sicher. Es gebe keine Hinweise auf unbefugten Zugriff oder Löschung sensibler Informationen. Das berichten staatliche Medien und lokale Quellen übereinstimmend.

Notfallmaßnahmen der Zentralbank

Die Wiederherstellungsarbeiten liefen sofort an, wie Qatasi, der Sekretär des Koordinierungskomitees, mitteilte. Einige Dienste seien bereits wieder verfügbar. Die Bank Melli meldete jedoch am Nachmittag, dass bestimmte Störungen noch nicht vollständig behoben seien.

Die iranische Zentralbank griff zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie wies die Institute an, Gelder auf Backup-Konten gutzuschreiben. Damit sollen Händler und Geschäftskunden ihre Konten ausgleichen können – trotz der technischen Probleme im primären Transaktionssystem.

Bekannte Hackergruppe bekennt sich

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Eine Gruppe namens Black Wolves hat die Verantwortung für den Angriff übernommen. Die iranischen Behörden sprechen offiziell von einem „begrenzten Cyberangriff auf die Netzwerkebene“ des staatlichen Bankensektors.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Attacken auf Irans Finanzinfrastruktur ein. Erst in den vergangenen Jahren traf es die Bank Mellat – damals mit Auswirkungen auf rund 32 Millionen Konten. Eine Gruppe namens Tapandegan bekannte sich zu jener Aktion. Auch die Institute Bank Sepah und Bank Pasargad wurden bereits von der Hackergruppe Ganjeshk-e-Darandeh attackiert.

Die vollständige Wiederherstellung aller Systeme dauert nach Angaben der Verantwortlichen weiterhin an.

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